Mit der Veröffentlichung der Dokumentation „Unshatter“ gewährt die Rockband Linkin Park tiefgehende Einblicke in ihre schwere Phase nach dem plötzlichen Tod des früheren Sängers Chester Bennington. Der Film beleuchtet nicht nur den musikalischen Neuanfang der verbliebenen Gründungsmitglieder, sondern rückt auch die Neuzugänge der Band in den Mittelpunkt: Schlagzeuger Colin Brittain und die neue Sängerin Emily Armstrong. Im Zentrum der Betrachtung steht dabei die emotionale und kreative Transformation, die die Gruppe durchläuft, während sie sich nach Jahren des Stillstands neu formiert und die Bühnen dieser Welt zurückerobert.
Selbstzweifel und Verantwortung: Emily Armstrong im Interview
Trotz ihrer unbestrittenen stimmlichen Qualitäten ringt die neue Frontfrau offen mit den Herausforderungen ihrer prominenten Position. In einem Interview mit dem People-Magazin sprach Armstrong detailliert über die enorme Verantwortung, die mit der Übernahme dieser Rolle einhergeht. Sie gab zu, dass sie sich zwar ihrer Fähigkeiten bewusst ist, aber dennoch regelmäßig von Selbstzweifeln geplagt wird.
Häufig ertappe sie sich dabei, wie sie sich einrede, nicht gut genug für diese Aufgabe zu sein, erklärte die Sängerin. Um diesen mentalen Hürden entgegenzuwirken, versucht sie bewusst, Vergleiche mit der Vergangenheit oder anderen Künstlerinnen und Künstlern zu vermeiden, um sich voll und ganz auf ihre eigene künstlerische Identität innerhalb der Band konzentrieren zu können.
Der Weg zu einem eigenen Stil bei alten Klassikern
Ein zentraler Meilenstein dieser kreativen Neuausrichtung war die Neuinterpretation bekannter Bandklassiker. Wie Bandmitglied Joe Hahn im Rahmen der Dokumentation verriet, war der ikonische Song „Crawling“ das allererste Stück, das die Band gemeinsam mit Armstrong im Studio aufnahm.
Hahn betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig es der Band gewesen sei, dass Armstrong den Track auf ihre ganz eigene Art und Weise interpretiert, anstatt den verstorbenen Chester Bennington lediglich zu kopieren. Armstrong selbst verfolgt einen klaren künstlerischen Kompass: Ihr oberstes Ziel ist es, die alten Songs so emotional wie irgend möglich zu transportieren, da sie dies als den zentralen Wunsch der langjährigen Fans ansieht.
Intensive Vorbereitung im Proberaum
Der künstlerischen Freiheit ging ein hartes Stück Arbeit voraus. Um die neuen musikalischen Arrangements und die Dynamik im Gefüge zu festigen, überließen die Musiker nichts dem Zufall. Sängerin Emily Armstrong und Schlagzeuger Colin Brittain trafen sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg mehrmals pro Woche zu intensiven Proben.
Diese monatelange, akribische Vorbereitungsarbeit legte das Fundament dafür, dass die Band sowohl im Studio als auch live als geschlossene Einheit agieren kann, die ihre bewegte Geschichte respektiert und gleichzeitig den Blick konsequent nach vorne richtet.