Eine Reise an das „Ende der Welt“
Mit Feuerland erweitert der Zoo Leipzig seinen Themenbereich Südamerika um eine außergewöhnliche Wasser- und Küstenlandschaft.
Die komplette Erlebniswelt umfasst rund 10.000 Quadratmeter. Schroffe Felsen, Wasserflächen und Küstenabschnitte sollen an die Landschaften Patagoniens und Feuerlands erinnern. Insgesamt befinden sich mehr als 5,5 Millionen Liter Wasser in der Anlage.
Die offizielle Eröffnung ist für den 1. September 2026 vorgesehen.
Über 100 Meter unter Pinguinen und Seelöwen
Das Herzstück von Feuerland ist der neue Unterwassertunnel.
Mit einer Länge von mehr als 100 Metern gehört er laut Zoo zu den längsten seiner Art in Europa. Besucher bewegen sich durch eine Acrylglasröhre und können dabei Pinguine und Seelöwen unter Wasser beobachten.
Dabei geht es zunächst durch den Bereich der Humboldtpinguine. Eine 180-Grad-Acrylverglasung ermöglicht den Blick auf die Tiere beim Schwimmen – teilweise direkt über den Köpfen der Besucher.
Anschließend führt der Weg weiter zur Robbenanlage und schließlich in eine nachgebildete patagonische Marmorhöhle mit großen Panoramascheiben.
Die Pinguine sind zurück in Leipzig
Besonders für langjährige Zoobesucher gibt es einen weiteren Grund zur Freude: Nach fast acht Jahren ohne Pinguine kehren die Tiere zurück.
Rund 40 Humboldtpinguine aus Karlsruhe, Schwerin und München waren Mitte August bereits zur Eingewöhnung nach Leipzig gekommen. Langfristig soll die Kolonie auf mehr als 50 Tiere anwachsen.
Auch bei den Seelöwen ist das neue Zuhause bereits bezogen. Neben den fünf zuvor in Leipzig lebenden Tieren kamen weitere Tiere aus Nürnberg und Gelsenkirchen hinzu. Insgesamt gewöhnen sich derzeit neun Robben an die Anlage.
Wellenmaschine und Lernschwimmbecken
Bei Feuerland soll es allerdings nicht allein um spektakuläre Blicke auf die Tiere gehen.
Für die Seelöwen wurde eine moderne Anlage geschaffen, die unter anderem über eine Wellenmaschine, einen Tide-Pool als Lernschwimmbecken für Jungtiere sowie Sprungfelsen verfügt.
Von einer großen Felsentribüne können Besucher künftig kommentierte Präsentationen und medizinische Trainings der Tiere verfolgen. Eine große LED-Wand soll dabei zusätzliche Nahaufnahmen zeigen.
Auch Seevögel gehören zur neuen Erlebniswelt. Unter anderem sollen Inkaseeschwalben durch die große Küstenvoliere fliegen.
Feuerland soll auch auf bedrohte Tiere aufmerksam machen
Hinter der neuen Attraktion steckt gleichzeitig ein Artenschutzprojekt.
Der Zoo Leipzig baut sein Engagement in Südamerika aus. Im Mittelpunkt stehen der Darwin-Nasenfrosch, der Südliche Flussotter und der Humboldt-Pinguin. Alle drei Arten stehen stellvertretend für bedrohte Lebensräume in Patagonien und entlang der südamerikanischen Pazifikküste.
Interaktive Lernstationen innerhalb von Feuerland beschäftigen sich deshalb unter anderem mit Umweltbedrohungen und der Verschmutzung der Meere.
Eine der spannendsten Zoo-Neuheiten 2026
Die Dimensionen machen Feuerland zu weit mehr als einem neuen Tiergehege. Der Zoo kombiniert Tierhaltung, Unterwassererlebnis, aufwendige Thematisierung und Artenschutz zu einer kompletten Erlebniswelt.
Gerade der über 100 Meter lange Tunnel dürfte zum neuen Wahrzeichen des Bereichs werden: Pinguine über dem eigenen Kopf vorbeischwimmen zu sehen und anschließend direkt in die Unterwasserwelt der Seelöwen einzutauchen, dürfte eine Perspektive bieten, die man in deutschen Zoos nur selten bekommt.
Feuerland öffnet am 1. September 2026 im Zoo Leipzig.
Alle Informationen zu Feuerland beim Zoo Leipzig
Today.FM Event-Tipp: Wer für September noch einen Tagesausflug sucht, sollte Leipzig im Blick behalten. Feuerland verbindet eine spektakuläre neue Anlage mit Pinguinen, Seelöwen und einem der längsten Unterwassertunnel Europas – und dürfte damit zu den interessantesten neuen Freizeitattraktionen Deutschlands in diesem Jahr gehören.