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Fleetwood Mac kündigen Dokumentation „The Chain“ zum 50. Jubiläum von „Rumours“ an

Fleetwood Mac in einer warm beleuchteten, nostalgischen Backstage- und Studioatmosphäre mit historischen Konzertfotos, Instrumenten und analoger Aufnahmetechnik.

Fleetwood Mac erzählen ihre Geschichte erstmals in einer vollständig autorisierten Dokumentation selbst. „Fleetwood Mac: The Chain“ erscheint am 29. Januar 2027 bei Apple TV und fällt damit genau in das Jubiläumsjahr von „Rumours“, das 50 Jahre zuvor veröffentlicht wurde. Der Film kombiniert neue Interviews mit bislang unveröffentlichtem Archivmaterial und blickt auf mehr als fünf Jahrzehnte Bandgeschichte zurück.

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Kaum eine Bandgeschichte ist so eng mit großen Hits, persönlichen Konflikten, Trennungen und überraschenden Wiedervereinigungen verbunden wie die von Fleetwood Mac.

Jetzt soll genau diese Geschichte noch einmal neu erzählt werden.

Apple Original Films hat Titel und Starttermin der ersten vollständig autorisierten Fleetwood-Mac-Dokumentation bekannt gegeben. „Fleetwood Mac: The Chain“ erscheint am 29. Januar 2027 weltweit bei Apple TV.

Der Termin ist kein Zufall.

2027 feiert „Rumours“ sein 50. Jubiläum – jenes Album, das Fleetwood Mac endgültig zu einer der größten Rockbands der Welt machte.

Die Band erzählt ihre Geschichte selbst

Der größte Unterschied zu vielen bisherigen Filmen und TV-Dokumentationen über Fleetwood Mac ist die direkte Beteiligung der Band.

Im Mittelpunkt stehen die Erinnerungen und Perspektiven von Mick Fleetwood, John McVie, Christine McVie, Lindsey Buckingham und Stevie Nicks.

Der Film soll ihre gemeinsame Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen und dabei nicht nur auf die musikalischen Erfolge schauen.

Auch die komplizierten persönlichen Beziehungen, Trennungen, Spannungen und erneuten Annäherungen innerhalb der Gruppe sollen eine zentrale Rolle spielen.

Genau das dürfte bei Fleetwood Mac besonders interessant werden.

Denn bei kaum einer anderen Band waren Musik und Privatleben so schwer voneinander zu trennen.

„The Chain“ ist als Titel ziemlich passend

Der Name der Dokumentation stammt natürlich vom gleichnamigen Song auf „Rumours“.

„The Chain“ besitzt innerhalb der Bandgeschichte aber eine besondere Bedeutung.

Es ist der einzige Song des Albums, der allen fünf Mitgliedern der klassischen Besetzung gemeinsam zugeschrieben wird.

Damit passt der Titel fast schon zu gut.

Fleetwood Mac bestand über Jahrzehnte aus Menschen, die sich musikalisch offenbar immer wieder fanden, obwohl ihre persönlichen Beziehungen teilweise komplett auseinanderbrachen.

Genau diese komplizierte Verbindung soll zum zentralen Motiv des Films werden.

Unveröffentlichtes Material aus mehr als 50 Jahren

„Fleetwood Mac: The Chain“ wird nicht ausschließlich aus neuen Interviews bestehen.

Apple kündigt auch bislang unveröffentlichtes Archivmaterial und seltene Aufnahmen aus der Bandgeschichte an.

Dazu gehören Material aus Studiosessions, Tourneen und verschiedenen Karrierephasen.

Der Film soll die Geschichte der Band von ihrer entscheidenden Besetzungsphase Mitte der 1970er-Jahre bis in die Gegenwart verfolgen.

Gerade die Zeit ab 1974 spielt dabei eine besonders wichtige Rolle.

Damals trafen Stevie Nicks und Lindsey Buckingham auf Mick Fleetwood, John McVie und Christine McVie.

Aus dieser Kombination entstand wenig später jene Version von Fleetwood Mac, die bis heute am stärksten mit dem Namen der Band verbunden wird.

Und dann kam „Rumours“

1977 erschien „Rumours“.

Das Album entstand unter Umständen, die vermutlich jede Personalabteilung sofort zu einem Krisengespräch veranlasst hätten.

Stevie Nicks und Lindsey Buckingham hatten sich getrennt.

Christine und John McVie gingen ebenfalls durch eine Trennung.

Mick Fleetwoods Ehe befand sich ebenfalls in Schwierigkeiten.

Und genau diese Gruppe sollte gleichzeitig eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte aufnehmen.

Vielleicht funktionierte „Rumours“ gerade deshalb so gut.

Viele Songs wirken nicht wie abstrakte Geschichten über Beziehungen.

Sie klingen wie Nachrichten, die sich die Bandmitglieder gegenseitig über die Musik geschickt haben.

„Dreams“ gegen „Go Your Own Way“

Das bekannteste Beispiel dürfte die Beziehung zwischen Stevie Nicks und Lindsey Buckingham sein.

Buckingham schrieb „Go Your Own Way“ nach der Trennung.

Nicks antwortete musikalisch unter anderem mit „Dreams“.

Christine McVie brachte wiederum Songs wie „Don't Stop“ und „You Make Loving Fun“ ein.

Dazu kam „The Chain“ als gemeinschaftliches Werk.

Das Album wurde damit fast zu einer musikalischen Dokumentation einer Band, die privat auseinanderfiel und künstlerisch gleichzeitig auf ihrem Höhepunkt stand.

Genau diese Mischung dürfte auch für Frank Marshalls Dokumentation zentral werden.

Regie führt Frank Marshall

Für „The Chain“ hat Apple einen erfahrenen Dokumentarfilmer verpflichtet.

Frank Marshall führt Regie.

Marshall wurde mehrfach für den Oscar nominiert und war bereits an verschiedenen großen Musikdokumentationen beteiligt. Dazu gehören unter anderem Arbeiten über die Bee Gees und die Beach Boys.

Produziert wird der Film unter anderem von The Kennedy/Marshall Company und White Horse Pictures.

Auch dort gibt es reichlich Erfahrung mit Musikdokumentationen.

Produzent Nigel Sinclair war beispielsweise bereits an Projekten wie „The Beatles: Eight Days a Week – The Touring Years“ und „No Direction Home: Bob Dylan“ beteiligt.

Christine McVie bleibt ein wichtiger Teil des Films

Besonders emotional dürfte die Beteiligung von Christine McVie werden.

Die Musikerin starb 2022 im Alter von 79 Jahren.

Für die Dokumentation wird auf Archivmaterial, frühere Aufnahmen und ihre eigene Perspektive zurückgegriffen.

Apple nennt Christine McVie ausdrücklich gemeinsam mit Mick Fleetwood, John McVie, Lindsey Buckingham und Stevie Nicks als eine der zentralen Stimmen des Films.

Damit soll die klassische Fünferbesetzung möglichst vollständig abgebildet werden.

Mehr als 220 Millionen verkaufte Tonträger

Die Größenordnung der Fleetwood-Mac-Geschichte lässt sich auch an den Verkaufszahlen erkennen.

Apple nennt weltweit mehr als 220 Millionen verkaufte Tonträger.

Dazu kommen Songs, die längst weit über klassischen Rock hinaus bekannt sind.

„Dreams“, „Go Your Own Way“, „The Chain“, „Everywhere“, „Little Lies“, „Don't Stop“ oder „Rhiannon“ laufen bis heute regelmäßig im Radio und tauchen immer wieder in Filmen, Serien und sozialen Netzwerken auf.

Besonders „Dreams“ erlebte Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung noch einmal einen enormen Popularitätsschub durch TikTok.

Fleetwood Mac ist damit eine dieser Bands, deren Musik mehrere Generationen erreicht hat.

Die Band war ursprünglich etwas völlig anderes

Dabei begann Fleetwood Mac musikalisch deutlich anders.

Die Gruppe entstand Ende der 1960er-Jahre ursprünglich als britische Bluesband.

Peter Green, Mick Fleetwood und John McVie gehörten zu den prägenden frühen Mitgliedern.

Songs wie „Albatross“ oder „Black Magic Woman“ stammen aus dieser Phase.

Erst später veränderte sich der Stil zunehmend.

Mit Christine McVie und schließlich Stevie Nicks und Lindsey Buckingham entwickelte sich Fleetwood Mac stärker in Richtung Rock und Pop.

Die Dokumentation konzentriert sich zwar besonders auf die später berühmteste Besetzung, will aber die mehr als 50-jährige Geschichte der Band insgesamt einordnen.

Lindsey Buckingham und Stevie Nicks sprechen wieder miteinander

Interessant ist auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Lindsey Buckingham und Stevie Nicks hatten über Jahre hinweg ein schwieriges Verhältnis.

Buckingham verließ Fleetwood Mac 2018 unter kontroversen Umständen.

Inzwischen scheint sich das Verhältnis zumindest teilweise wieder entspannt zu haben.

Buckingham erklärte zuletzt, dass er und Nicks wieder regelmäßig miteinander sprechen.

Ob und wie stark diese neue Annäherung im Film thematisiert wird, ist bislang nicht bekannt.

Für eine Dokumentation über eine Band, deren Geschichte immer wieder von Trennungen und Wiedervereinigungen geprägt war, passt es allerdings ziemlich gut.

Keine klassische Jubeldokumentation

Nach der bisherigen Beschreibung soll „The Chain“ nicht einfach nur eine zweistündige Zusammenfassung großer Hits werden.

Apple spricht ausdrücklich von den Höhen und Tiefen der Bandgeschichte, von persönlichen Belastungen und davon, wie die unterschiedlichen Charaktere immer wieder miteinander funktionierten – oder eben nicht.

Die zentrale Frage scheint deshalb weniger zu lauten:

Wie wurde Fleetwood Mac erfolgreich?

Sondern eher:

Wie konnte diese Band trotz allem überhaupt so lange existieren?

Genau darin steckt wahrscheinlich die spannendere Geschichte.

„Rumours“ wird 50 – und ist noch immer relevant

Das Jubiläum selbst dürfte 2027 ohnehin für reichlich Aufmerksamkeit sorgen.

„Rumours“ erschien am 4. Februar 1977.

Die Dokumentation startet nur wenige Tage vorher, am 29. Januar 2027.

Damit positioniert Apple den Film ziemlich genau zum runden Geburtstag.

Nach fünf Jahrzehnten ist „Rumours“ längst mehr als nur ein erfolgreiches Album.

Es ist eines jener Werke geworden, die selbst Menschen kennen, die 1977 noch lange nicht geboren waren.

Und vermutlich liegt genau darin auch der Grund, warum die Geschichte von Fleetwood Mac noch einmal erzählt wird.

Eine Band, die eigentlich längst hätte zerbrechen müssen

Vielleicht lässt sich Fleetwood Mac am Ende tatsächlich am besten mit „The Chain“ beschreiben.

Eine Kette hält nur, solange ihre einzelnen Glieder miteinander verbunden bleiben.

Bei Fleetwood Mac wurden diese Verbindungen immer wieder gedehnt, beschädigt und teilweise komplett getrennt.

Und trotzdem fanden die Musiker musikalisch immer wieder zusammen.

2027 wird diese Geschichte nun noch einmal aus ihrer eigenen Perspektive erzählt.

Mit alten Aufnahmen.

Mit neuen Interviews.

Mit Christine McVies Erinnerungen.

Und natürlich mit den Songs, die aus all diesem Chaos entstanden sind.

„Fleetwood Mac: The Chain“ erscheint am 29. Januar 2027 weltweit auf Apple TV.

Quellen

  • Apple Original Films, 22. Oktober 2026 – offizielle Ankündigung von „Fleetwood Mac: The Chain“, Starttermin, Beteiligte, unveröffentlichtes Archivmaterial und Hintergrund zum Titel.

  • Apple TV Press – offizielle Filmseite mit Besetzung, Regie und Veröffentlichungsinformationen.

  • Pitchfork, 22. Oktober 2026 – Einordnung der autorisierten Dokumentation und Fokus auf die klassische Fleetwood-Mac-Besetzung.

  • Classic Rock / Louder, 22. Oktober 2026 – Zusammenhang mit dem 50. Jubiläum von „Rumours“ und Hintergrund zu Regisseur Frank Marshall.

  • UPI, 22. Oktober 2026 – Starttermin, Inhalt und Bandgeschichte.

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