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Musik

Florence + The Machine kündigen Livealbum mit 22 Songs an

Florence Welch steht mit ausgebreiteten Armen auf einer atmosphärisch beleuchteten Konzertbühne; warmes Licht, Nebel und wehende Stoffbahnen unterstreichen die intensive Live-Stimmung.

Florence + The Machine bringen die Atmosphäre ihrer aktuellen Tour nach Hause. „Everybody Scream Tour Live“ erscheint am 6. November 2026 digital und versammelt 22 Liveaufnahmen aus der diesjährigen Tournee. Neben Songs des aktuellen Albums stehen mit „Dog Days Are Over“, „Shake It Out“, „Cosmic Love“, „King“ und „Spectrum (Say My Name)“ einige der größten Stücke der gesamten Bandgeschichte auf der Tracklist.

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Florence Welch gehört zu den Künstlerinnen, bei denen die Bühne fast genauso wichtig ist wie das Studio. Ihre Konzerte leben von großen Spannungsbögen, körperlicher Intensität und einer Stimme, die zwischen flüsternden Momenten und gewaltigen Höhepunkten wechseln kann.

Jetzt wird genau diese Seite von Florence + The Machine erneut auf Platte festgehalten – allerdings erstmals als Album, das eine komplette Tour dokumentiert.

„Everybody Scream Tour Live“ erscheint bereits am 6. November

Lange müssen Fans nach der Ankündigung nicht warten. Die digitale Ausgabe von „Everybody Scream Tour Live“ erscheint bereits am 6. November 2026 über Republic beziehungsweise Polydor.

Das Album umfasst 22 Songs aus der diesjährigen „Everybody Scream Tour“. Dabei handelt es sich nicht um die Aufnahme eines einzelnen Konzerts, sondern um Liveaufnahmen, die während der Tour entstanden sind.

Damit unterscheidet sich das Projekt deutlich von klassischen Konzertalben, die einen bestimmten Abend möglichst vollständig dokumentieren.

Die Tour führte durch Nordamerika, Großbritannien und Europa

Die „Everybody Scream Tour“ führte Florence + The Machine 2026 durch Nordamerika sowie Großbritannien und Europa. Zu den größten Stationen gehörten ausverkaufte Shows im Madison Square Garden und im Barclays Center in New York sowie zwei ausverkaufte Abende im Kia Forum in Los Angeles.

Auch in Großbritannien spielte die Band große Hallen. Die Tour war damit die erste umfangreiche Livephase rund um das 2025 veröffentlichte Album „Everybody Scream“.

Das neue Livealbum soll diese gesamte Tourära zusammenfassen.

„Which Witch“ gibt es bereits vorab

Parallel zur Ankündigung wurde bereits die erste Aufnahme veröffentlicht.

„Which Witch (Live)“ ist ab sofort auf den Streamingplattformen verfügbar und dient als Vorgeschmack auf das Album. Der Song stammt ursprünglich aus der Ära von „How Big, How Blue, How Beautiful“.

Schon die Auswahl zeigt, dass das Livealbum nicht ausschließlich das aktuelle Studioalbum nacherzählt.

Stattdessen geht Florence Welch quer durch ihre bisherige Karriere.

Neue Songs treffen auf alte Klassiker

Natürlich spielt „Everybody Scream“ trotzdem eine zentrale Rolle.

Auf dem Livealbum sind unter anderem der Titelsong, „Witch Dance“, „You Can Have It All“, „Music By Men“, „Buckle“, „The Old Religion“, „Sympathy Magic“, „One of the Greats“ und „And Love“ vertreten.

Damit wird ein großer Teil des aktuellen Materials eingefangen.

Dazwischen stehen allerdings Songs, die teilweise schon seit mehr als 15 Jahren zum festen Bestandteil der Florence-Konzerte gehören.

„Dog Days Are Over“ darf natürlich nicht fehlen

Kaum ein Florence + The Machine-Konzert wäre vollständig ohne „Dog Days Are Over“.

Der Song stammt vom Debütalbum „Lungs“ aus dem Jahr 2009 und wurde über die Jahre zu einer Art gemeinschaftlichem Höhepunkt der Liveshows. Auch auf dem neuen Album steht er relativ weit hinten in der Tracklist.

Aus derselben frühen Phase ist außerdem „Cosmic Love“ vertreten.

Damit treffen die aktuellen mystischen und teilweise düsteren Songs direkt auf die Musik, mit der Florence Welch ursprünglich international bekannt wurde.

Auch „Ceremonials“ ist stark vertreten

Vom zweiten Album „Ceremonials“ schaffen es gleich mehrere große Livefavoriten auf die Platte.

„Shake It Out“, „Seven Devils“ und „Spectrum (Say My Name)“ gehören zu den emotionalsten und gleichzeitig größten Songs der damaligen Ära.

Gerade live funktionieren diese Stücke bis heute besonders stark, weil Chorarrangements, Percussion und Florence Welchs Stimme dort deutlich größer wirken können als in einer klassischen Studioproduktion.

Auf „Everybody Scream Tour Live“ bekommen sie nun einen Platz neben den deutlich neueren Songs.

„Big God“, „King“ und „Free“ zeigen die späteren Kapitel

Auch die jüngeren Alben werden nicht ausgelassen.

Von „High As Hope“ ist beispielsweise „Big God“ dabei. Aus der „Dance Fever“-Phase stammen unter anderem „King“, „Heaven Is Here“ und „Free“.

Dadurch funktioniert das Album fast wie eine Live-Retrospektive.

Nicht streng chronologisch.

Aber breit genug, um nahezu jede Phase der Band abzudecken.

Die komplette Tracklist umfasst 22 Songs

Die angekündigte Tracklist lautet:

  1. Everybody Scream (Live)

  2. Witch Dance (Live)

  3. Shake It Out (Live)

  4. Seven Devils (Live)

  5. Big God (Live)

  6. Daffodil (Live)

  7. Which Witch (Live)

  8. Cosmic Love (Live)

  9. Spectrum (Say My Name) (Live)

  10. You Can Have It All (Live)

  11. Music By Men (Live)

  12. Buckle (Live)

  13. King (Live)

  14. The Old Religion (Live)

  15. Howl (Live)

  16. Heaven Is Here (Live)

  17. Sympathy Magic (Live)

  18. One of the Greats (Live)

  19. Dog Days Are Over (Live)

  20. Free (Live)

  21. And Love (Live)

  22. Perfume and Milk (Live) – Bonus Track

Damit besteht deutlich mehr als die Hälfte des Albums aus älterem Material oder Songs außerhalb des aktuellen Standardalbums.

„Perfume and Milk“ wird zum Bonusstück

Interessant ist der letzte Titel.

„Perfume and Milk“ stammt ebenfalls von „Everybody Scream“, wird auf dem neuen Livealbum allerdings ausdrücklich als Bonus Track geführt.

Dadurch endet die reguläre Zusammenstellung mit „And Love“, bevor noch ein zusätzlicher letzter Live-Moment folgt.

Gerade bei einem Album, das eine ganze Tour statt eines einzelnen Konzerts zusammenfasst, wirkt diese Struktur ziemlich passend.

Digital zuerst – Vinyl folgt erst 2027

Wer das Album streamen möchte, bekommt es bereits am 6. November.

Vinylsammler müssen dagegen deutlich länger warten.

Die physische LP-Ausgabe ist für den 19. März 2027 angekündigt. Florence + The Machine veröffentlichen das Projekt auf drei Vinylplatten.

Damit erklärt sich auch der vergleichsweise hohe Preis der physischen Edition.

Die Vinylversion wird ziemlich aufwendig

Die reguläre Triple-LP enthält neben den drei Platten auch austauschbare Coverelemente und ein großes 12 x 24 Zoll großes Faltposter.

Darauf sind Fotografien der Tour von Lillie Eiger zu sehen.

Zusätzlich gibt es eine exklusive Version auf ruby-rotem Vinyl.

Das Projekt wird also nicht einfach als digitaler Tourmitschnitt behandelt, sondern bekommt auch physisch eine relativ aufwendige Präsentation.

Es ist nicht das erste Florence-Livealbum

Wichtig ist allerdings eine Unterscheidung.

„Everybody Scream Tour Live“ ist nicht das erste Livealbum von Florence + The Machine.

2022 erschien beispielsweise „Dance Fever (Live at Madison Square Garden)“. Im März 2025 folgte außerdem „Symphony of Lungs – BBC Proms at the Royal Albert Hall“, bei dem das komplette Debütalbum mit Orchester und Chor neu inszeniert wurde.

Das Neue diesmal:

Es ist das erste Livealbum der Band, das ausdrücklich eine gesamte Tourphase dokumentiert.

„Symphony of Lungs“ war noch ein völlig anderes Projekt

Gerade der Vergleich zum BBC-Proms-Album zeigt den Unterschied.

Dort stand „Lungs“ im Mittelpunkt. Das Debütalbum wurde 15 Jahre nach seiner Veröffentlichung gemeinsam mit Jules Buckley, dem London Contemporary Orchestra und einem großen Chor neu aufgeführt.

„Everybody Scream Tour Live“ verfolgt dagegen keinen Jubiläumsgedanken.

Es soll zeigen, wie Florence + The Machine jetzt live klingen.

„Everybody Scream“ erschien genau ein Jahr zuvor

Das zugrunde liegende Studioalbum feierte am 31. Oktober 2026 übrigens seinen ersten Geburtstag.

„Everybody Scream“ erschien am 31. Oktober 2025 und war das sechste Studioalbum von Florence + The Machine.

Florence Welch schrieb und produzierte die Platte gemeinsam mit einem engen Kreis von Mitwirkenden, darunter Mark Bowen von IDLES, Aaron Dessner, Mitski und Dave Bayley von Glass Animals.

Inhaltlich entstand das Album aus einer schwierigen Phase ihres Lebens.

Eine lebensrettende Operation veränderte die Albumidee

Während der vorherigen „Dance Fever Tour“ musste sich Florence Welch einer lebensrettenden Operation unterziehen.

Die anschließende Genesung beeinflusste die Entstehung von „Everybody Scream“ stark. Themen wie Heilung, Weiblichkeit, Partnerschaft, Altern, Körperlichkeit und Sterblichkeit rückten in den Mittelpunkt.

Dazu kamen Einflüsse aus spirituellem Mystizismus, Hexerei und Folk-Horror.

Genau diese Welt wurde anschließend auch auf die Bühne übertragen.

Live wird aus der Platte ein Ritual

Das passt besonders gut zu Florence + The Machine.

Viele ihrer Songs funktionieren ohnehin fast ritualhaft. Wiederholungen, Chöre, Trommeln und die Interaktion mit dem Publikum gehören seit Jahren zum Livekonzept.

Die „Everybody Scream“-Ära treibt diese Seite noch stärker nach vorne.

Schon Titel wie „Witch Dance“, „Sympathy Magic“ oder „The Old Religion“ wirken wie geschaffen für eine Bühne, auf der mehrere tausend Menschen gemeinsam singen.

Deshalb ergibt ein Touralbum gerade jetzt Sinn

Ein Studioalbum kann den Sound einer Ära dokumentieren.

Ein Livealbum dokumentiert dagegen, was anschließend daraus geworden ist.

Wie verändert sich ein Song nach 50 Konzerten?

Welche älteren Titel passen plötzlich besser zu den neuen?

Welche Songs wachsen live weit über ihre Studioversion hinaus?

Genau diese Fragen kann „Everybody Scream Tour Live“ beantworten.

22 Songs statt einer klassischen Best-of

Das Album ist dabei keine einfache Best-of-Sammlung mit Publikumsgeräuschen.

Die Tracklist orientiert sich sichtbar an der Dramaturgie der aktuellen Tour und stellt alte und neue Songs direkt nebeneinander.

„Everybody Scream“ trifft auf „Shake It Out“.

„Witch Dance“ auf „Seven Devils“.

„One of the Greats“ auf „Dog Days Are Over“.

Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen einer Florence Welch von 2009 und der Künstlerin von 2026.

Und genau darin steckt der Reiz

Florence + The Machine haben inzwischen genug bekannte Songs für ein ziemlich vorhersehbares Greatest-Hits-Konzert.

Das neue Livealbum geht einen interessanteren Weg.

Es zeigt, dass die alten Songs nicht bloß als Pflichtprogramm neben dem neuen Album stehen.

Sie werden Teil derselben düsteren, ekstatischen und manchmal fast spirituellen Konzertwelt.

Am 6. November kann man diese Tour erstmals komplett als Album hören.

Und wer die große Variante fürs Regal möchte, bekommt im März sogar drei Vinylplatten dafür.

Quellen

  • Universal Music Canada, 30. Oktober 2026 – Ankündigung von „Everybody Scream Tour Live“, digitaler Veröffentlichungstermin, „Which Witch (Live)“, Tourhintergrund und vollständige Tracklist.

  • Florence + The Machine Official Store – 22 Songs, Triple-Vinyl, Ausstattung und Veröffentlichung der Vinylversion am 19. März 2027.

  • Pitchfork, 30. Oktober 2026 – Einordnung als erstes vollständiges Tour-Livealbum der Band und Veröffentlichung über Republic.

  • Universal Music Deutschland – „Everybody Scream“ erschien am 31. Oktober 2025 als sechstes Studioalbum; Hintergründe zu Entstehung und Themen der Platte.

  • Official Charts – „Everybody Scream“ als sechstes Studioalbum sowie Hintergrund zu Mitwirkenden und Albumkonzept.

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