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Narnia kehrt zurück: Erster Trailer zeigt Greta Gerwigs Fantasywelt mit legendärem Led-Zeppelin-Song

Zwei Kinder stehen vor einem leuchtenden Portal in einer uralten Baumöffnung, während dahinter eine magische Landschaft mit Schloss und Wasserfällen erscheint; links ist ein riesiger Löwe zu sehen, rechts eine eisige Königin vor einer verschneiten Festung

Netflix öffnet wieder das Tor nach Narnia – diesmal allerdings lange vor dem berühmten Kleiderschrank. Greta Gerwigs „Narnia: The Magician’s Nephew“ erzählt die Entstehung der magischen Welt und zeigt im ersten Trailer Daniel Craig, Emma Mackey und die beiden jungen Hauptdarsteller David McKenna und Beatrice Campbell. Für die Musik gelang Gerwig außerdem etwas Außergewöhnliches: Led Zeppelin erlaubten ihr persönlich, „Stairway to Heaven“ für den Trailer zu verwenden.

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Bevor es den Kleiderschrank gab, musste Narnia erst entstehen

Man könnte eine neue Narnia-Reihe natürlich wieder mit einem verschneiten Wald, einer Straßenlaterne und einem ziemlich verdächtigen Kleiderschrank beginnen.

Greta Gerwig macht stattdessen etwas anderes.

Sie geht ganz an den Anfang.

Netflix hat den ersten Trailer zu „Narnia: The Magician’s Nephew“ veröffentlicht – und darin existiert die Welt, die Millionen Menschen aus den Büchern und früheren Filmen kennen, zunächst überhaupt noch nicht.

Der Film basiert auf C. S. Lewis’ 1955 veröffentlichtem Roman „The Magician’s Nephew“, auf Deutsch „Das Wunder von Narnia“.

Das Buch erschien zwar erst als sechster Band der Reihe, erzählt chronologisch jedoch die Vorgeschichte.

Also:

Woher kommt Narnia?

Wie entstand die Weiße Hexe?

Warum steht mitten in einem Wald eine Straßenlaterne?

Und was hat es eigentlich mit diesem Kleiderschrank auf sich?

Gerwig beginnt ihre neue Filmreihe dort, wo all diese Fragen beantwortet werden.

Der Trailer startet ziemlich weit weg von klassischer Fantasy

Zu Beginn wirkt die neue Narnia-Welt noch überraschend gewöhnlich.

Wir befinden uns in London.

Dort lernen wir Digory Kirke und Polly Plummer kennen, gespielt von den Newcomern David McKenna und Beatrice Campbell.

Digorys exzentrischer Onkel Andrew experimentiert mit magischen Ringen.

Und Onkel Andrew sieht dieses Mal verdächtig nach James Bond aus.

Daniel Craig übernimmt die Rolle des Magiers Andrew Ketterley.

Seine Experimente ermöglichen Reisen zwischen unterschiedlichen Welten.

Digory und Polly geraten dadurch in den geheimnisvollen Wald zwischen den Welten – einen Ort, von dem aus verschiedene Universen erreichbar sind.

Und plötzlich wird aus dem zunächst fast altmodisch wirkenden London-Abenteuer etwas sehr viel Größeres.

Dann explodiert der Trailer regelrecht in Farbe

Der visuelle Wechsel gehört zu den auffälligsten Elementen des ersten Trailers.

Das London zu Beginn wirkt vergleichsweise grau und zurückhaltend.

Sobald Digory und Polly andere Welten betreten, verändert sich das Bild komplett.

Farben werden kräftiger.

Landschaften werden größer.

Kosmische Bilder tauchen auf.

Magische Wesen erscheinen.

Und schließlich erleben die beiden Kinder den Moment, in dem Narnia selbst entsteht.

Der Trailer macht ziemlich deutlich, dass Greta Gerwig hier keinen kleinen Fantasyfilm plant.

Das Ganze soll groß sein.

Sehr groß.

Netflix bezeichnet den Film entsprechend als episches Abenteuer über die Geburt Narnias.

Aslan erschafft eine komplette Welt durch Musik

Einer der wichtigsten Momente des Romans ist die Erschaffung Narnias.

Der Löwe Aslan singt die neue Welt gewissermaßen ins Leben.

Sterne erscheinen.

Pflanzen wachsen.

Tiere entstehen.

Eine leere Welt beginnt zu leben.

Und genau diese Idee ist offenbar einer der Gründe, warum Greta Gerwig überhaupt unbedingt diesen Teil der Narnia-Geschichte verfilmen wollte.

Als Kind habe sie besonders die Vorstellung fasziniert, dass ein Universum durch Musik erschaffen werde.

Das ist für einen Film natürlich eine ziemlich dankbare Ausgangslage.

Und Gerwig hat für den Trailer musikalisch direkt ziemlich hoch gegriffen.

Ausgerechnet „Stairway to Heaven“

Der Trailer wird von Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ begleitet.

Nicht von irgendeiner Coverversion.

Nicht von einem Soundalike.

Sondern von einem der bekanntesten Rocksongs überhaupt.

Das ist bemerkenswert, weil Led Zeppelin mit der Freigabe dieses Titels traditionell extrem zurückhaltend umgehen.

Netflix zufolge hat die Band „Stairway to Heaven“ zuvor noch nie für einen Trailer lizenziert.

Greta Gerwig wollte den Song allerdings unbedingt.

Also versuchte sie nicht einfach nur, über irgendeine Musikrechte-Abteilung eine Anfrage zu schicken.

Sie wandte sich persönlich an Robert Plant und Jimmy Page.

Greta Gerwig musste Led Zeppelin persönlich überzeugen

Gerwig traf sich mit Plant und Page und erklärte ihnen, warum sie ausgerechnet diesen Song verwenden wollte.

Für sie beschreibt „Stairway to Heaven“ eine spirituelle Reise.

Es geht um den richtigen Weg.

Um falsche Idole.

Um Entscheidungen.

Um die Suche nach etwas Größerem.

Genau darin sah sie eine Verbindung zur Geschichte von „The Magician’s Nephew“.

Offenbar überzeugte sie damit auch Led Zeppelin.

Plant und Page gaben ihre Zustimmung.

Gerwig erklärte später, die Musiker hätten das Herz der Geschichte erkannt – und außerdem selbst eine Verbindung zu C. S. Lewis.

Damit bekommt der Trailer einen Song, den gefühlt ungefähr jeder Mensch nach wenigen Gitarrentönen erkennt.

Ein ziemlich selbstbewusster Einstieg für eine neue Fantasy-Reihe.

Emma Mackey wird zur zukünftigen Weißen Hexe

Natürlich wäre Narnia ohne eine gewisse Frau mit ausgesprochen problematischem Verhältnis zu ewigen Wintern nicht vollständig.

Emma Mackey spielt Jadis.

Später wird sie zu jener Weißen Hexe, die aus „Der König von Narnia“ beziehungsweise „The Lion, the Witch and the Wardrobe“ bekannt ist.

In „The Magician’s Nephew“ lernen wir allerdings ihre Vorgeschichte kennen.

Digory und Polly begegnen ihr zunächst in einer anderen Welt.

Und wie das bei magischen Experimenten von Kindern mit geheimnisvollen Ringen nun einmal passieren kann, bleibt sie anschließend nicht unbedingt dort.

Der Trailer zeigt Mackey bereits in mehreren auffälligen Szenen.

Damit dürfte die Neuauflage nicht einfach versuchen, die frühere Darstellung der Weißen Hexe nachzubauen.

Gerwigs Version beginnt deutlich früher und kann die Figur deshalb von Grund auf neu entwickeln.

Meryl Streep spricht Aslan

Beim wichtigsten Bewohner Narnias wartet ebenfalls eine prominente Besetzung.

Meryl Streep übernimmt die Stimme von Aslan.

Der Trailer hält sich bei ihm allerdings noch auffällig zurück.

Man sieht keine ausführliche klassische Vorstellung des Löwen.

Stattdessen wird Aslan eher angedeutet.

Eine gewaltige kosmische Gestalt.

Eine Silhouette.

Ein Brüllen.

Das passt zum Film.

Denn bevor Aslan einfach eine bekannte Fantasyfigur ist, erlebt man hier praktisch seinen Schöpfungsakt.

Der Trailer möchte offenbar zunächst eher vermitteln, welche Bedeutung diese Figur für die Welt besitzt.

Auch Carey Mulligan gehört zum Cast

Die beiden jungen Hauptdarsteller stehen dabei zwischen einigen ziemlich großen Namen.

Neben Daniel Craig, Emma Mackey und Meryl Streep gehören unter anderem Carey Mulligan, Ciarán Hinds, Kobna Holdbrook-Smith, Denise Gough und Susan Wokoma zum Ensemble.

Gerwig suchte für Digory und Polly dagegen bewusst nach bislang wenig bekannten Gesichtern.

Nach eigenen Angaben sah sie sich Tausende Bewerbungen an.

Bei David McKenna und Beatrice Campbell habe sie besonders deren natürliche Verbindung miteinander überzeugt.

Für den Film ist das ziemlich wichtig.

Denn bei aller Magie basiert die Geschichte letztlich auf der Freundschaft zweier Kinder, die versehentlich sehr viel größere Dinge auslösen, als sie ursprünglich geplant hatten.

Eigentlich ein Klassiker:

Ein paar magische Ringe ausprobieren.

Kurz darauf entsteht ein Universum.

Kann passieren.

Das Team hinter „Barbie“ kümmert sich auch um die Musik

„Stairway to Heaven“ gehört zwar zum Trailer, ist aber nicht der eigentliche Filmscore.

Für die Musik von „Narnia: The Magician’s Nephew“ sind Mark Ronson und Andrew Wyatt verantwortlich.

Beide arbeiteten bereits an „Barbie“ mit Greta Gerwig zusammen.

Der Film bringt damit einige zentrale Kreative aus Gerwigs bisher größtem Kinoerfolg wieder zusammen.

Auch hinter der Kamera steckt einiges an Erfahrung.

Die Bildgestaltung übernimmt Seamus McGarvey.

Für die Kostüme ist Jacqueline Durran verantwortlich.

Die Kreaturen-Effekte werden von Neal Scanlan betreut.

Netflix behandelt Narnia damit ziemlich eindeutig nicht wie irgendeine weitere Streamingproduktion.

Eigentlich sollte dieser Netflix-Film vor allem ins Kino

Besonders ungewöhnlich ist nämlich die Veröffentlichung.

Netflix hat seine Strategie für den Film deutlich verändert.

„Narnia: The Magician’s Nephew“ startet am 12. Februar 2027 weltweit im Kino.

Bereits ab 10. Februar soll es spezielle IMAX-Voraufführungen geben.

Erst am 2. April 2027 landet der Film anschließend bei Netflix.

Für Netflix ist diese lange Kinoauswertung ungewöhnlich.

Gerwig machte allerdings früh deutlich, dass sie Narnia für eine große Leinwand drehen wollte.

Als sie Netflix-Chef Ted Sarandos das Projekt vorstellte, erklärte sie, dass sie Filme für das Kino mache.

Die Antwort fiel offenbar ziemlich einfach aus:

Dann solle sie eben für die größtmögliche Leinwand drehen.

Netflix investiert gewaltig in Narnia

Dass das keine kleine Produktion wird, lässt sich bereits am Trailer erkennen.

Nach Angaben der Associated Press liegt das Budget bei rund 280 Millionen US-Dollar.

Damit gehört „The Magician’s Nephew“ zu den ambitioniertesten Filmen, die Netflix bislang produziert hat.

Das ergibt auch strategisch Sinn.

Netflix sicherte sich bereits 2018 die globalen Rechte an C. S. Lewis’ „Chronicles of Narnia“.

Seitdem warteten Fans darauf, was der Streamingdienst damit tatsächlich anstellen würde.

Mit Greta Gerwig scheint die Antwort nun klar zu sein:

Nicht einfach noch einmal die alten Filme nachmachen.

Sondern ganz vorne beginnen und daraus eine neue Kino-Welt aufbauen.

Die bisherigen Narnia-Filme begannen an einer völlig anderen Stelle

Die meisten Zuschauer kennen Narnia vor allem durch die Filmreihe der 2000er-Jahre.

2005 erschien „The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe“.

Später folgten „Prince Caspian“ und „The Voyage of the Dawn Treader“.

Diese Filme begannen mit den Pevensie-Geschwistern und dem berühmten Kleiderschrank.

Greta Gerwigs Version startet Jahrzehnte früher innerhalb der Geschichte.

Dadurch kann sie Dinge erklären, die frühere Verfilmungen einfach als gegeben vorausgesetzt haben.

Selbst der Kleiderschrank bekommt dadurch irgendwann eine Herkunftsgeschichte.

Ja, selbst Möbel haben in Narnia Lore.

Der erste Trailer macht ziemlich klar: Das wird kein vorsichtiges Reboot

Besonders auffällig ist allerdings der Ton.

Gerwig versucht offenbar nicht, möglichst exakt das Gefühl der Filme von 2005 zu reproduzieren.

Ihr Narnia wirkt teilweise psychedelisch.

Kosmisch.

Farbenfroh.

Fast wie eine Mischung aus klassischem Märchen und Rockoper.

Und wenn ein Trailer über die Erschaffung eines magischen Universums plötzlich mit „Stairway to Heaven“ eskaliert, kann man zumindest nicht behaupten, dass die neue Version keine eigene Idee hätte.

Ob genau diese Interpretation am Ende bei eingefleischten Buchfans funktioniert, wird sich zeigen.

Der erste Trailer hat jedenfalls bereits etwas geschafft, das bei einem Reboot ziemlich wichtig ist:

Er sieht nicht einfach aus wie das, was wir schon kennen.

Narnia beginnt noch einmal – diesmal wirklich am Anfang

Greta Gerwig hat sich für ihren Einstieg in C. S. Lewis’ Welt damit vielleicht den logischsten und gleichzeitig schwierigsten Roman ausgesucht.

Sie muss nicht nur eine Geschichte erzählen.

Sie muss erklären, wie eine komplette Fantasywelt geboren wird.

Mit zwei unbekannten jungen Hauptdarstellern.

Daniel Craig als ziemlich fragwürdig experimentierendem Onkel.

Emma Mackey als zukünftiger Weißer Hexe.

Meryl Streep als Stimme eines kosmischen Löwen.

Und Led Zeppelin auf Anschlag.

„Narnia: The Magician’s Nephew“ startet am 12. Februar 2027 im Kino und kommt am 2. April zu Netflix.

Der Kleiderschrank kann also noch warten.

Diesmal sehen wir erst einmal dabei zu, wie Narnia überhaupt entsteht.

Quellen

Netflix Tudum – „Narnia: The Magician’s Nephew, Directed by Greta Gerwig, Roars to Life in 2027“, 13. Oktober 2026
Offizielle Angaben zum ersten Trailer, zur Handlung, Besetzung, „Stairway to Heaven“, dem Kreativteam sowie zu Kino-, IMAX- und Netflix-Terminen. Netflix
Netflix Tudum: Narnia – The Magician’s Nephew

Associated Press – „Greta Gerwig debuts first look at an epic, full-hearted ‘Narnia’ for Netflix — and the big screen“, 14. Oktober 2026
Hintergründe zu Gerwigs Ansatz, dem rund 280 Millionen US-Dollar schweren Projekt, der Entstehung Narnias, der Zusammenarbeit mit Netflix und ihrer persönlichen Anfrage bei Robert Plant und Jimmy Page. AP News
Associated Press: Greta Gerwigs Narnia

The Hollywood Reporter – „Greta Gerwig Debuts ‘Narnia’ Trailer“, 14. Oktober 2026
Bericht zur Trailerpremiere in New York, Gerwigs Gespräch mit Stephen Colbert und ihrer Vision eines für die große Leinwand konzipierten Narnia-Films. hollywoodreporter.com

Entertainment Weekly – „Greta Gerwig reveals why Led Zeppelin allowed Narnia to use ‘Stairway to Heaven’“, 15. Oktober 2026
Aktuelle Hintergründe dazu, wie Gerwig persönlich die Zustimmung von Jimmy Page und Robert Plant für den Song erhielt und warum sie ihn thematisch mit der Geschichte verbindet. ew.com

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