Mit „In Waves“ kündigt Netflix ein bemerkenswertes Filmprojekt an, das Literaturverfilmung und Animationskunst auf einer sehr persönlichen Ebene verbindet. Ab dem 11. Dezember 2026 wird der Animationsfilm weltweit beim Streaming-Anbieter verfügbar sein. Das Werk basiert auf der gleichnamigen, hochgelobten autobiografischen Graphic Novel von AJ Dungo aus dem Jahr 2019 und widmet sich Themen wie erster Liebe, Verlust und der verbindenden Kraft des Surfens.
Hintergrund und literarische Vorlage
Die Grundlage des Films bildet das im Jahr 2019 veröffentlichte Buch des Autors und Illustrators AJ Dungo. Die Graphic Novel fand international große Beachtung, da sie eine zutiefst persönliche Geschichte verarbeitet, die das Leben des Autors prägte. Dungo verknüpft darin seine eigene Biografie mit der Kultur und Geschichte des Surfens. Diese literarische Vorlage dient nun als Fundament für die filmische Adaption, die sich eng an der emotionalen Tonalität des gedruckten Originals orientiert und die Brücke zwischen gezeichneter Kunst und bewegter Erzählung schlägt.
Die Handlung von 'In Waves'
Im Zentrum der Filmhandlung steht der Teenager AJ, dessen Alltag zunächst stark von Tätigkeiten wie Skateboarden und Zeichnen geprägt ist. Sein Leben nimmt eine entscheidende Wendung, als er auf einer High-School-Party die leidenschaftliche Surferin Kristen kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht rasch eine tiefe Verbindung, und AJ verliebt sich Hals über Kopf in sie.
Obwohl AJ zu Beginn eine ausgeprägte Angst vor dem Element Wasser hat, lässt er sich von Kristens Begeisterung anstecken. Sie führt ihn Schritt für Schritt in die Welt des Surfens ein, wodurch für ihn nicht nur ein neues Hobby, sondern auch ein völlig neues Lebensgefühl entsteht. Doch das scheinbar unbeschwerte Glück der jungen Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt, als Kristen schwer erkrankt. Die Diagnose zwingt das Paar dazu, sich einer dramatischen Herausforderung zu stellen und ihre gemeinsame Zukunft sowie ihre Liebe völlig neu zu bewerten.
Kreatives Team und internationale Besetzung
Hinter der visuellen und erzählerischen Umsetzung steht ein international erfahrenes Kreativteam. Die Regie des Animationsfilms wurde der französischen Filmemacherin Phuong Mai Nguyen anvertraut, die dem Projekt ihren unverkennbaren visuellen Stil verleiht. Das Drehbuch entstand aus der Feder von Fanny Burdino und Samuel Doux, denen es gelang, die komplexe Textvorlage in ein funktionierendes filmisches Skript zu übertragen.
Auch die Besetzung der Synchronrollen wartet mit namhaften Talenten auf. In der französischen Originalfassung leihen Rio Vega als AJ und Lyna Khoudri als Kristen den Hauptfiguren ihre Stimmen. Für die internationale, englischsprachige Synchronisation konnte Netflix ebenfalls hochkarätige Darsteller gewinnen: Hier übernehmen Will Sharpe und die Oscar-nominierte Stephanie Hsu die zentralen Sprechrollen und hauchen den Figuren emotionales Leben ein.
Premiere und Festival-Erfolg in Cannes
Bevor der Film im Dezember den Weg zu einem weltweiten Publikum antritt, konnte das Werk bereits im Rahmen der internationalen Festivallandschaft einen historischen Erfolg verbuchen. „In Waves“ feierte im Jahr 2026 seine offizielle Premiere auf dem renommierten Filmfestival in Cannes. Dabei gelang dem Animationsfilm ein beachtliches Debüt: Er eröffnete als allererster Animationsfilm überhaupt die traditionsreiche und streng kuratierte „Semaine de la Critique“ (Kritikerwoche) in Cannes. Dieser Auftritt unterstreicht den künstlerischen Anspruch der Produktion, die weit über klassische Animationsunterhaltung hinausreicht.