In der Tech-Welt sorgen aktuelle Berichte für heftige Diskussionen: Nvidia soll die Fertigung der GeForce RTX 5090 eingestellt haben. Das Grafikkarten-Flaggschiff, das seit Anfang 2025 als unangefochtene Benchmark für die schnellste Gaming-GPU auf dem Markt gilt, steht im Zentrum spekulativer Berichte aus mehreren internationalen Fachquellen, die unter anderem von GameStar aufgegriffen wurden. Während Hardware-Enthusiasten und Spieler weltweit besorgt auf die Entwicklungen blicken, wirft die angebliche Produktionsstopp-Meldung zahlreiche Fragen zur künftigen Ausrichtung des Grafikkartenmarktes auf.
Gerüchte um Produktionseinstellung
Die Meldungen über das Aus der RTX 5090 verdichten sich in Branchenkreisen, basieren bislang jedoch auf unbestätigten Berichten aus der Zuliefererkette. Bislang gibt es vonseiten Nvidias keine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme zu den Berichten über die angebliche Einstellung des Spitzenmodells. Das Unternehmen hält sich zu den Produktionsvolumina seiner Consumer-Grafikkarten traditionell bedeckt. Dennoch zeichnet sich seit Monaten ein besorgniserregender Trend ab, der die Spekulationen um ein vorzeitiges Ende der Grafikkarten-Produktion befeuert.
Preisentwicklung und Verfügbarkeit
Die wirtschaftliche Realität der RTX 5090 war bereits vor den aktuellen Gerüchten von extremen Preissprüngen und dramatischer Knappheit geprägt. Bei der offiziellen Markteinführung lag der von Nvidia festgelegte unverbindliche Verkaufspreis (UVP) bei saftigen 2.329 Euro. Bereits im Sommer 2025 zeigte sich jedoch, dass dieser Preis für normale Käufer kaum mehr als ein theoretischer Wert war. Die Karte war auf dem regulären Markt praktisch nie zum UVP verfügbar.
Durch die anhaltend schlechte Verfügbarkeit und eine enorme Nachfrage schossen die Preise im deutschen Handel rasant in die Höhe. Zunächst kletterten die Straßenpreise auf bis zu 4.500 Euro. Inzwischen hat sich die Situation auf dem freien Markt weiter drastisch zugespitzt: Mittlerweile liegen die Mindestpreise für verbleibende Restbestände oder Scaler-Angebote bei etwa 6.149 Euro. Einzelne Händlerangebote für die RTX 5090 erreichen sogar astronomische Werte von bis zu 11.079 Euro, womit die High-End-GPU für herkömmliche Gamer nahezu unbezahlbar geworden ist.
Marktgründe und KI-Fokus
Hinter den Kulissen deuten Branchenanalysen darauf hin, dass wirtschaftliche und strategische Prioritäten von Nvidia zu einer drastischen Reduzierung oder gar vollständigen Einstellung der Gaming-Flaggschiffe geführt haben könnten. Berichten zufolge hat Nvidia die Produktionskapazitäten in den Fertigungsstätten stark zugunsten von KI-optimierten Karten der RTX-Pro-Reihe verlagert. Der weltweite Boom von Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz generiert für den Hardware-Riesen deutlich höhere Gewinnmargen, weshalb Ressourcen offenbar von der Consumer-Sparte in den Enterprise- und KI-Sektor abgezogen werden. Die Verfügbarkeit der RTX 5090 hat sich dadurch in den vergangenen Monaten kontinuierlich verschlechtert, sodass das Modell in den Regalen kaum noch zu finden ist.
Blick auf kommende Generationen
Angesichts der aktuellen Entwicklung blicken Beobachter bereits auf mögliche Nachfolgeregenerationen, wobei gesicherte Informationen hierzu Mangelware sind. Spekulationen zufolge könnte ein möglicher Nachfolger in Form einer zukünftigen RTX-6000-Reihe frühestens im Jahr 2028 auf den Markt kommen. Allerdings handelt es sich bei diesem Zeitrahmen um reine Prognosen, die bislang durch keinerlei offizielle Angaben oder verlässliche Termine von Nvidia bestätigt wurden.