Der 5. Juli 2025 war schon damals als historischer Abend geplant. Ozzy Osbourne kehrte für ein letztes großes Konzert in seine Heimatstadt Birmingham zurück und stand dabei nicht nur solo auf der Bühne, sondern anschließend noch einmal gemeinsam mit Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward.
Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren spielte damit die ursprüngliche Black-Sabbath-Besetzung wieder gemeinsam. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt wissen, dass es tatsächlich Ozzy Osbournes letzter öffentlicher Live-Auftritt sein würde. Nur 17 Tage später starb der Sänger im Alter von 76 Jahren.
Der letzte Auftritt kommt jetzt ins Kino
Aus diesem Abend ist nun der Konzertfilm „Ozzy & Black Sabbath: Back to the Beginning“ entstanden.
Produziert wurde die Kinofassung von Mercury Studios, veröffentlicht wird sie weltweit über Trafalgar Releasing. Der Film startet am 28. Oktober 2026 als zeitlich begrenztes Kinoevent.
In Deutschland sind unter anderem Vorstellungen am 28. und 29. Oktober angekündigt. Einige Kinos zeigen den Film auch darüber hinaus noch an weiteren Terminen.
Mehr als nur ein Konzertmitschnitt
„Back to the Beginning“ soll nicht einfach nur die komplette Bühnenshow abfilmen.
Neben professionell aufgenommenen Konzertbildern gibt es persönliche Rückblicke von Musikerinnen und Musikern, die von Ozzy Osbourne und Black Sabbath beeinflusst wurden. Dazu kommen Aufnahmen hinter den Kulissen und Eindrücke vom gesamten Tag.
Damit entsteht eher ein Konzertfilm mit dokumentarischem Rahmen als eine reine Live-Aufzeichnung.
Ozzy spielte zunächst solo
Ozzy Osbourne begann seinen Teil des Abends mit einem eigenen Solo-Set.
Aufgrund seiner langjährigen gesundheitlichen Probleme konnte er nicht mehr wie früher über die Bühne laufen. Stattdessen saß er auf einem eigens angefertigten Thron und absolvierte von dort seinen letzten Soloauftritt.
Dass dieser Auftritt überhaupt stattfinden konnte, war alles andere als selbstverständlich. Sharon Osbourne erklärte später, die Idee zum Konzert sei entstanden, nachdem sie Ozzy gefragt habe, was ihn noch einmal wirklich glücklich machen würde.
Seine Antwort: noch einmal auf die Bühne gehen und sich richtig von seinen Fans verabschieden.
Danach kam Black Sabbath zurück
Der emotionale Höhepunkt folgte mit der Reunion von Black Sabbath.
Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward standen gemeinsam auf der Bühne und schlossen damit einen Kreis, der Ende der 1960er-Jahre ebenfalls in Birmingham begonnen hatte.
Gerade diese Originalbesetzung besitzt für die Geschichte des Heavy Metal enorme Bedeutung. Der Sound der frühen Black-Sabbath-Alben gilt bis heute als eine der wichtigsten Grundlagen des gesamten Genres.
Ein ganzer Tag voller Metal-Geschichte
Das Abschiedskonzert bestand allerdings längst nicht nur aus Ozzy und Black Sabbath.
Bereits im Laufe des Tages traten zahlreiche Bands auf, die sich immer wieder auf Black Sabbath als Einfluss berufen haben. Dazu gehörten unter anderem Metallica, Guns N’ Roses, Slayer, Pantera, Tool, Gojira, Anthrax, Alice in Chains, Halestorm, Mastodon und Lamb of God.
Damit wurde aus dem Abschiedskonzert fast eine Art Familientreffen der internationalen Metal-Szene.
Der Villa Park war ausverkauft
Austragungsort war der Villa Park in Birmingham.
Dass das letzte Konzert ausgerechnet dort stattfand, war kein Zufall. Birmingham ist die Heimatstadt von Ozzy Osbourne und Black Sabbath und damit gewissermaßen auch einer der wichtigsten Ursprungsorte des Heavy Metal.
Das Stadion war für den Abend komplett ausverkauft.
Gleichzeitig war es ein großes Benefizkonzert
„Back to the Beginning“ hatte zusätzlich einen wohltätigen Zweck.
Die Einnahmen des Konzerts gingen an verschiedene gemeinnützige Organisationen. Berichten zufolge kamen dabei rund elf Millionen Pfund für gute Zwecke zusammen.
Dadurch bekam der Abend neben dem musikalischen Abschied noch eine weitere Bedeutung.
Rund zweieinhalb Stunden Kino
Die Kinofassung fällt deutlich umfangreicher aus als ein klassischer Konzertmitschnitt fürs Fernsehen.
In Deutschland wird eine Laufzeit von ungefähr 147 bis 152 Minuten angegeben. Damit bekommen Zuschauer mehr als zwei Stunden Material aus Birmingham zu sehen.
Je nach Kino wird der Film außerdem mit Dolby Atmos beziehungsweise 5.1-Surround-Sound gezeigt. Gerade bei einer solchen Stadionproduktion dürfte der Ton einen großen Teil des Kinoerlebnisses ausmachen.
Regie für Konzert und Kinofassung
Die ursprüngliche Konzertaufzeichnung wurde von Tim van Someren inszeniert.
Für die Kinofassung zeichnet zusätzlich Ben Wainwright-Pearce verantwortlich. Dadurch wurde das vorhandene Material noch einmal gezielt für die große Leinwand zusammengestellt.
Der Film soll dadurch sowohl die Größe des Stadionkonzerts als auch die persönlicheren Momente des Abschieds vermitteln.
Nach Ozzys Tod bekam der Abend eine völlig neue Bedeutung
Als das Konzert geplant wurde, ging es um einen bewusst gesetzten Abschied.
Nach Ozzys Tod am 22. Juli 2025 wurde daraus im Nachhinein ein unwiederholbares Dokument.
Plötzlich war nicht nur klar, dass Black Sabbath zum letzten Mal in Originalbesetzung zusammen aufgetreten war. Es war gleichzeitig Ozzys letzter Auftritt überhaupt.
Ein Abschied, der jetzt noch einmal größer wird
Genau deshalb dürfte der Kinofilm für viele Fans emotional deutlich schwerer wiegen als ein gewöhnlicher Konzertfilm.
Man sieht einen Musiker, der wusste, dass er Abschied von der Bühne nimmt.
Aber vermutlich nicht, dass es sein endgültiger Abschied sein würde.
Und man sieht vier Musiker, die mehr als fünf Jahrzehnte nach ihren ersten gemeinsamen Schritten in Birmingham noch einmal gemeinsam dort stehen, wo alles begonnen hat.
„Ozzy & Black Sabbath: Back to the Beginning“ läuft ab dem 28. Oktober 2026 weltweit für begrenzte Zeit im Kino.
Quellen
Ozzy Osbourne – offizielle Website, 16. September 2026: weltweiter Kinostart, Konzertdetails und Originalbesetzung.
Trafalgar Releasing / SRO PR, 16. September 2026: Produktion, weltweite Event-Veröffentlichung und Inhalt des Films.
Rolling Stone Deutschland, 24. September 2026: deutscher Kinostart, Laufzeit, Surround-Sound und Hintergrund zum letzten Auftritt.
NME, 16. September 2026: weitere auftretende Bands und Benefizcharakter des Konzerts.
Filmstarts: Laufzeit, Regie und deutsche Kinoinformationen.