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Street Fighter ist zurück: Kult-Videospiel startet als neuer Actionfilm im KinoKurzbeschreibung:
Hadouken, Sonic Boom und jede Menge sehr bekannte Gesichter: „Street Fighter“ startet heute in den deutschen Kinos. Andrew Koji und Noah Centineo übernehmen die Rollen von Ryu und Ken, während Jason Momoa als Blanka, 50 Cent als Balrog und Wrestling-Star Cody Rhodes als Guile antreten. Der Film versetzt die Kultreihe zurück ins Jahr 1993 – genau in jene Zeit, in der „Street Fighter II“ die Spielhallen beherrschte.
„Round One“ beginnt wieder im Kino
Kaum eine Videospielreihe hat das Fighting-Game-Genre so stark geprägt wie Street Fighter.
Ryu.
Ken.
Chun-Li.
Guile.
Blanka.
M. Bison.
Schon die Namen reichen bei vielen Spielern aus, damit irgendwo im Kopf automatisch die Geräusche einer Spielhalle aus den 90ern anfangen.
Jetzt versucht Hollywood erneut, daraus einen Kinofilm zu machen.
Seit heute, dem 15. Oktober 2026, läuft der neue „Street Fighter“ in den deutschen Kinos.
Und diesmal hat sich das Team offenbar vorgenommen, gar nicht erst so zu tun, als müsse man die Vorlage möglichst realistisch interpretieren.
Der Film spielt 1993.
Die Kostüme sind auffällig.
Die Figuren sehen teilweise erstaunlich nah an ihren Videospielvorbildern aus.
Und selbstverständlich fliegen auch Hadoukens durch die Gegend.
Genau so gehört sich das eigentlich.
Ryu und Ken haben sich auseinandergelebt
Im Mittelpunkt stehen erneut die beiden bekanntesten Kämpfer der Reihe.
Andrew Koji spielt Ryu.
Noah Centineo übernimmt Ken Masters.
Zu Beginn des Films sind die früheren Freunde allerdings voneinander entfremdet.
Sie haben unterschiedliche Wege eingeschlagen und stehen nicht mehr gemeinsam im Ring.
Das ändert sich, als Chun-Li, gespielt von Callina Liang, auftaucht.
Sie rekrutiert beide für das nächste World Warrior Tournament.
Ein internationales Kampfturnier, bei dem einige der stärksten Kämpfer der Welt gegeneinander antreten sollen.
Wer Street Fighter kennt, dürfte ungefähr wissen, wohin das führt.
Sehr viele Menschen treffen sich an einem Ort.
Dann schlagen sie sich.
Eigentlich ziemlich effiziente Dramaturgie.
Hinter dem Turnier steckt natürlich mehr
Ein normales Kampfsportturnier wäre für Street Fighter allerdings ein bisschen zu unkompliziert.
Hinter den Kämpfen steckt eine größere Verschwörung.
Ryu und Ken geraten dadurch nicht nur gegen andere Teilnehmer.
Sie müssen sich auch ihrer gemeinsamen Vergangenheit stellen – und irgendwann sogar gegeneinander antreten.
Eine zentrale Rolle spielt dabei M. Bison.
Der legendäre Street-Fighter-Bösewicht wird von David Dastmalchian gespielt.
Bison gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gegenspielern der Reihe und ist eng mit der kriminellen Organisation Shadaloo verbunden.
Dass ein World-Warrior-Turnier mit diesem Mann im Hintergrund möglicherweise nicht ausschließlich der sportlichen Völkerverständigung dient, dürfte niemanden überraschen.
Der Cast klingt teilweise wie eine besonders wilde Fanbesetzung
Richtig interessant wird der Film allerdings beim Blick auf die komplette Besetzung.
Denn Legendary und Capcom haben für viele Figuren Schauspieler gewählt, die selbst einen Hintergrund in Kampfsport, Wrestling oder Action besitzen.
Cody Rhodes spielt Guile.
Der WWE-Star bekommt damit den wahrscheinlich berühmtesten Flat-Top-Haarschnitt der Videospielgeschichte.
Joe „Roman Reigns“ Anoa’i übernimmt Akuma.
Auch er gehört zu den größten Namen im Wrestling.
Dazu kommt der indische Actionstar und Martial-Arts-Darsteller Vidyut Jammwal als Dhalsim.
Der japanische Wrestler Hirooki Goto spielt E. Honda.
Und der ehemalige UFC-Champion Alexander Volkanovski ist als Joe dabei.
Der Film scheint also zumindest verstanden zu haben, dass bei Street Fighter am Ende tatsächlich irgendjemand überzeugend kämpfen können sollte.
Jason Momoa wird zu Blanka
Die wahrscheinlich auffälligste Besetzung gehört allerdings Jason Momoa.
Er spielt Blanka.
Ja.
Den grünen, elektrisch geladenen Kämpfer aus Brasilien.
Schon im Trailer wurde deutlich, dass der Film die Figur nicht einfach durch einen halbwegs normalen Mann im grünen Hemd ersetzt.
Blanka soll tatsächlich wie Blanka wirken.
Das passt zur gesamten Herangehensweise des Films.
Viele frühere Videospielverfilmungen versuchten möglichst schnell, sämtliche fantastischen Elemente ihrer Vorlage irgendwie realistischer aussehen zu lassen.
„Street Fighter“ scheint eher zu sagen:
Wenn im Spiel ein grüner Mann Menschen mit Elektrizität angreift, dann bekommt ihr eben einen grünen Mann, der Menschen mit Elektrizität angreift.
Manchmal kann Filmkunst erstaunlich einfach sein.
50 Cent wird Balrog
Und dann wäre da noch Curtis „50 Cent“ Jackson.
Der Rapper übernimmt die Rolle von Balrog.
Der Boxer gehört seit „Street Fighter II“ zur Reihe und kämpft praktisch ausschließlich mit seinen Fäusten.
Für die neue Filmversion bekommt er entsprechend einen deutlich körperlicheren Auftritt.
Damit besitzt die Besetzung endgültig eine bemerkenswerte Mischung:
Hollywood-Schauspieler.
Musiker.
Wrestler.
Martial-Arts-Spezialisten.
MMA-Kämpfer.
Eigentlich fehlt nur noch jemand aus der örtlichen Spielhalle.
Orville Peck trägt Vegas Maske
Auch musikalisch bleibt der Cast ungewöhnlich.
Der südafrikanisch-kanadische Countrymusiker Orville Peck spielt Vega.
Das passt zumindest optisch erstaunlich gut.
Vega gehört schließlich zu den auffälligsten Figuren der Reihe und tritt traditionell mit Maske und Kralle an.
Weitere Rollen übernehmen unter anderem:
Olivier Richters als Zangief,
Mel Jarnson als Cammy,
Rayna Vallandingham als Juli,
Andrew Schulz als Dan Hibiki
und Eric André als Don Sauvage.
Der Film versucht damit offensichtlich nicht, Street Fighter auf drei oder vier bekannte Figuren zu reduzieren.
Ein ziemlich großer Teil des Videospielkaders taucht tatsächlich auf.
Die Kämpfe sollten aussehen wie im Spiel
Für die Action war besonders Stunt Coordinator John Valera wichtig.
Das Team beschäftigte sich intensiv mit den individuellen Kampfstilen der Figuren.
Denn Street Fighter funktioniert nicht einfach dadurch, dass alle Menschen irgendwie unterschiedlich zuschlagen.
Ryu und Ken bewegen sich anders als Guile.
Dhalsim kämpft anders als Zangief.
Chun-Li besitzt ihre eigenen Techniken.
E. Honda wiederum hat selbstverständlich seine berühmten schnellen Handschläge.
Diese Unterschiede sollten auch im Film erkennbar bleiben.
Nach Angaben der Beteiligten wurde deshalb für einzelne Figuren gezielt recherchiert, welche Bewegungen und Signature Moves Fans aus den Spielen erwarten.
Ja, es gibt Hadoukens
Die wichtigste Frage können wir damit ebenfalls beantworten.
Natürlich gibt es Hadoukens.
Paramount bewirbt den Film sogar ausdrücklich damit.
Die neue Verfilmung versucht nicht, die übernatürlichen Fähigkeiten der Figuren zu verstecken.
Energiebälle.
Ungewöhnliche Sprünge.
Übertriebene Spezialattacken.
All das gehört dazu.
Und ehrlich gesagt wäre eine Street-Fighter-Verfilmung ohne diese Dinge mittlerweile vermutlich die größere kreative Entscheidung.
Wer ausschließlich realistische Kickboxkämpfe sehen möchte, besitzt schließlich genügend andere Möglichkeiten.
Bei Street Fighter darf es ruhig ein bisschen aussehen, als hätte jemand einen Arcadeautomaten mit sehr viel Geld verfilmt.
Regisseur Kitao Sakurai wollte bewusst das Spielgefühl erhalten
Regie führt Kitao Sakurai.
Er ist unter anderem für Produktionen wie „Bad Trip“ und „The Eric Andre Show“ bekannt.
Damit kommt der Film von einem Regisseur, der keine Angst vor absurdem Humor und überdrehten Situationen hat.
Das könnte bei Street Fighter durchaus hilfreich sein.
Denn diese Welt wird schwierig, sobald man versucht, sie mit vollkommen ernster Miene zu erklären.
Ein Mann kann Feuerbälle aus seinen Händen schießen.
Ein anderer ist grün.
Dhalsims Arme funktionieren nach Regeln, über die wir besser nicht zu lange nachdenken.
Und Guile trägt diese Frisur seit Jahrzehnten völlig freiwillig.
Man darf dabei ruhig ein bisschen Spaß haben.
Capcom war direkt an der Produktion beteiligt
Wichtig für Fans dürfte außerdem sein, dass Capcom selbst eng an dem Film beteiligt ist.
Das Unternehmen finanzierte die Produktion gemeinsam mit Legendary und verfolgt damit seine Strategie, bekannte Spielmarken stärker in andere Medien zu bringen.
Auch Takayuki Nakayama, Director von „Street Fighter 6“, gehört zu den Produzenten.
Regisseur Sakurai erklärte kurz vor Kinostart sogar, Capcom sei mit der Umsetzung sehr zufrieden.
Nakayama habe die Verfilmung sinngemäß als seine Vorstellung von Street Fighter zum Leben erweckt beschrieben.
Das garantiert natürlich noch keinen guten Film.
Aber zumindest saßen diesmal Menschen aus der aktuellen Spieleentwicklung ziemlich nah an der Produktion.
Die Handlung spielt bewusst im Jahr 1993
Eine der interessantesten Entscheidungen ist das Setting.
Statt Street Fighter einfach in die Gegenwart zu verlegen, spielt der Film 1993.
Das ist praktisch die Hochphase des ursprünglichen Street-Fighter-Booms.
„Street Fighter II“ hatte wenige Jahre zuvor die Spielhallen erobert und das Fighting-Game-Genre weltweit populär gemacht.
Super Nintendo und Mega Drive standen in unzähligen Wohnzimmern.
Arcades waren noch ein wichtiger Teil der Gamingkultur.
Street Fighter war überall.
Der Film kann dadurch nicht nur die Figuren adaptieren, sondern gleichzeitig mit der Ästhetik jener Zeit spielen, in der die Marke selbst zum Phänomen wurde.
Natürlich gab es schon einmal einen Street-Fighter-Film
Und hier kommen wir zu dem Teil, den vermutlich niemand komplett ignorieren kann.
1994 erschien bereits „Street Fighter“ mit Jean-Claude Van Damme.
Van Damme spielte Guile.
Raúl Juliá übernahm M. Bison.
Kylie Minogue war Cammy.
Der Film gilt heute als eines der berühmtesten Beispiele für jene Phase, in der Hollywood Videospielverfilmungen regelmäßig mit einer Mischung aus Ratlosigkeit und erstaunlichem Selbstbewusstsein produzierte.
Bei Kritikern kam er damals schlecht weg.
Bei Fans entwickelte sich die Sache komplizierter.
Gerade Raúl Juliás völlig entfesselte M.-Bison-Darstellung besitzt längst Kultstatus.
Der neue Film steht deshalb vor einer merkwürdigen Aufgabe.
Er muss besser funktionieren als die alte Version.
Aber wahrscheinlich sollte er gleichzeitig nicht versuchen, so zu tun, als hätte diese niemals existiert.
Und schon die ersten Kritiken sind ziemlich gespalten
Kurz vor dem US-Start sind inzwischen auch erste Kritiken erschienen.
Die Reaktionen fallen bislang deutlich gemischt aus.
Gelobt werden teilweise die Nähe zu den Spielen, die zahlreichen Figuren und einzelne Kampfszenen.
Andere Kritiker bemängeln dagegen eine überladene Geschichte, zu viele Charaktere und einen Ton, der stellenweise bewusst an die übertriebene Ästhetik der 1990er erinnert.
Das dürfte ziemlich genau die Frage sein, an der sich der Film entscheidet:
Ist diese Überdrehtheit herrlich?
Oder einfach nur chaotisch?
Bei Street Fighter liegen beide Möglichkeiten traditionell erstaunlich nah beieinander.
Deutschland darf einen Tag früher kämpfen
International wird der Film offiziell am 16. Oktober 2026 veröffentlicht.
Deutschland bekommt ihn allerdings bereits heute, am 15. Oktober, regulär im Kino.
Paramount Deutschland führt den Film entsprechend bereits als „Jetzt im Kino“.
Wer also wissen möchte, ob Jason Momoa als Blanka tatsächlich so verrückt funktioniert, wie diese Worte hintereinander klingen, kann es ab sofort selbst überprüfen.
Videospielverfilmungen funktionieren inzwischen ganz anders
Der Zeitpunkt für einen neuen Street-Fighter-Film könnte kaum interessanter sein.
Lange galten Videospielverfilmungen fast automatisch als schlechte Idee.
Inzwischen haben Produktionen wie „The Super Mario Bros. Movie“, „Sonic the Hedgehog“, „The Last of Us“, „Fallout“ oder „Minecraft“ gezeigt, dass das längst nicht mehr gelten muss.
Studios behandeln Spielemarken zunehmend weniger wie Rohmaterial, das man erst komplett umschreiben muss.
Fans erwarten Wiedererkennungswert.
Figuren sollen aussehen wie Figuren.
Welten sollen sich wie die Spiele anfühlen.
Und wenn Ryu „Hadouken“ ruft, möchte niemand anschließend eine realistische wissenschaftliche Erklärung für den Energieball.
Genau deshalb könnte diese Version funktionieren
Der neue „Street Fighter“ scheint zumindest verstanden zu haben, was seine Vorlage eigentlich ist.
Es geht um einen internationalen Wettbewerb völlig überzeichneter Kämpfer.
Jeder besitzt einen eigenen Stil.
Jeder besitzt eine sofort erkennbare Optik.
Und beinahe jeder hat irgendeine Attacke, die in der Realität wahrscheinlich mehrere Versicherungsfragen auslösen würde.
Daraus muss man kein bodenständiges Charakterdrama machen.
Man muss daraus Street Fighter machen.
Ob das filmisch tatsächlich aufgeht, entscheidet am Ende natürlich das Publikum.
Aber eines lässt sich dem neuen Versuch kaum vorwerfen:
Dass er Angst vor seiner Videospielvorlage hätte.
„Street Fighter“ läuft ab heute in den deutschen Kinos.
Und nach mehr als 30 Jahren bekommt die Reihe damit wieder die Gelegenheit, zu beweisen, dass „ROUND ONE – FIGHT!“ auch auf einer Kinoleinwand funktionieren kann.
Quellen
Paramount Pictures Deutschland – „Street Fighter“
Offizielle deutsche Filmseite mit Kinostart, Handlung, Regie und Besetzung. Paramount führt den Film aktuell als „Jetzt im Kino“. Paramount Deutschland
Street Fighter bei Paramount Deutschland
Paramount Pictures – „Street Fighter“
Internationale Filmseite mit der Handlung rund um Ryu, Ken, Chun-Li und das World Warrior Tournament sowie dem internationalen Kinostart am 16. Oktober 2026. Paramount Pictures
Offizielle Street-Fighter-Filmseite
Capcom – Produktionsstart des „Street Fighter“-Realfilms
Offizielle Capcom-Mitteilung zur gemeinsamen Produktion mit Legendary, den Hauptdarstellern und Capcoms Beteiligung am Filmprojekt. Capcom
Capcom zum Street-Fighter-Film
United International Pictures / Paramount – offizieller Trailer
Bestätigung des kompletten Ensembles mit Noah Centineo, Andrew Koji, Callina Liang, Jason Momoa, 50 Cent, Cody Rhodes, Roman Reigns und weiteren Darstellern sowie Produktions- und Drehbuchcredits. YouTube
GamesRadar – Kampfstile und Capcom-Reaktion, Oktober 2026
Hintergründe zur Arbeit von Stunt Coordinator John Valera an den individuellen Signature Moves sowie Aussagen von Regisseur Kitao Sakurai zur Reaktion von Capcom und „Street Fighter 6“-Director Takayuki Nakayama. GamesRadar+
Associated Press / The Guardian – erste Kritiken, 15. Oktober 2026
Aktuelle Rezensionen zum Kinostart, die insbesondere die 90er-Nostalgie, die große Figurenmenge und die bewusst überzeichnete Umsetzung unterschiedlich bewerten. apnews.com