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Weezer machen „The Gathering“ zur Welttournee – neues „C.E.O.“-Video nimmt die eigene Nostalgie aufs Korn

Weezer performen in einem goldfarbenen Studio-Setup mit Gitarren, Schlagzeug und zahlreichen fliegenden Bienen – angelehnt an das neue „C.E.O.“-Musikvideo und die aktuelle „The Gathering“-Ära.

Weezer weiten ihre „The Gathering“-Tour international aus. Nach der aktuell laufenden Nordamerika-Tour geht es 2027 zunächst nach Japan und anschließend nach Großbritannien und Europa. Gleichzeitig sorgt das Musikvideo zu „C.E.O.“ für Aufmerksamkeit: Darin werden Rivers Cuomo und seine Band kurzerhand durch Tony Hawk, Christopher Mintz-Plasse, Michael Peña und weitere prominente Ersatz-Weezer ausgetauscht. Die Single stammt vom aktuellen „Weezer (The Gold Album)“.

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Weezer haben aus „The Gathering“ endgültig eine weltweite Angelegenheit gemacht.

Die Band um Rivers Cuomo hat ihre aktuelle Tour um zahlreiche internationale Konzerte erweitert. Nach der derzeit laufenden Nordamerika-Runde folgen 2027 Auftritte in Japan, Irland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Skandinavien.

Passend dazu steht mit „C.E.O.“ außerdem einer der auffälligsten Songs des aktuellen Albums im Mittelpunkt.

Und das dazugehörige Musikvideo macht ziemlich deutlich, dass Weezer auch nach mehr als drei Jahrzehnten noch sehr gut über sich selbst lachen können.


„The Gathering“ läuft bereits durch Nordamerika

Der erste Abschnitt der Tour begann am 8. September 2026 in Sacramento.

Insgesamt umfasst der nordamerikanische Teil mehr als 30 Arena-Shows.

Mit dabei sind The Shins und Silversun Pickups.

Aktuell befindet sich die Tour mitten in den USA. Am heutigen 7. Oktober steht beispielsweise ein Konzert im Fiserv Forum in Milwaukee an.

Danach folgen unter anderem Nashville, Atlanta, Orlando, Houston, Dallas, Austin, Phoenix, San Diego und Las Vegas.

Das Finale des nordamerikanischen Abschnitts findet am 24. Oktober im Crypto.com Arena in Los Angeles statt.


2027 wird „The Gathering“ international

Nach einer kurzen Pause geht es im Februar nach Japan.

Dort spielen Weezer zunächst zwei Abende in Tokio, bevor weitere Shows in Kyoto, Osaka und Nagoya folgen.

Im Mai beginnt anschließend der europäische Abschnitt.

Dabei stehen große Arenen und Hallen in Irland, Großbritannien und mehreren europäischen Ländern auf dem Programm.Die internationalen Termine

  • 12. Februar 2027 – Tokio, Garden Theater
  • 13. Februar – Tokio, Garden Theater
  • 15. Februar – Kyoto, ROHM Theater
  • 16. Februar – Osaka, Zepp Bayside
  • 18. Februar – Nagoya, Portbase
  • 12. Mai – Dublin, 3Arena
  • 14. Mai – Newcastle, Utilita Arena
  • 15. Mai – Manchester, Co-op Live
  • 17. Mai – Leeds, First Direct Arena
  • 19. Mai – Glasgow, OVO Hydro
  • 21. Mai – Birmingham, Utilita Arena
  • 22. Mai – London, Alexandra Palace
  • 23. Mai – Cardiff, Utilita Arena
  • 25. Mai – Paris, Zénith Paris – La Villette
  • 26. Mai – Amsterdam, AFAS Live
  • 29. Mai – Oslo, Oslo Spektrum
  • 30. Mai – Stockholm, Hovet
  • 1. Juni – Helsinki, Veikkaus Arena

Für die Shows in Großbritannien und Europa ist Taking Back Sunday als Support angekündigt.


Deutschland fehlt bislang

Für deutsche Fans gibt es allerdings einen kleinen Haken:

Bislang wurde kein Deutschland-Konzert angekündigt.

Die geografisch interessantesten Termine dürften deshalb aktuell Amsterdam oder Paris sein.

Ob später noch Deutschland-Shows ergänzt werden, ist offen.

Die offizielle Weezer-Tourseite führt derzeit jedenfalls keine Termine in Deutschland.Ein Tourname mit etwas mehr Bedeutung

„The Gathering“ ist bei Weezer nicht einfach nur ein gewöhnlicher Tourtitel.

Schon zur ersten Ankündigung im Frühjahr inszenierte die Band den Start fast wie den Beginn einer etwas absurden Gemeinschaft.

In Los Angeles gab es rund um die Bekanntgabe verschiedene „Initiation“-Events.

Dazu gehörten unter anderem ein Wissenstest, ein überraschendes Rooftop-Konzert und sogar ein Pickleball-Event mit Bandmitgliedern.

Weezer schrieben damals:

„The Gathering has a way of traveling.“

Inzwischen hat sich diese Aussage ziemlich wörtlich erfüllt.


Gleichzeitig beginnt die nächste Albumphase

Die Tour gehört zur aktuellen Ära rund um „Weezer“, das von Fans wegen seiner Gestaltung meist einfach „The Gold Album“ genannt wird.

Das Album erschien am 21. August 2026 über Reprise/Warner Records.

Es folgt auf die vorherige Phase rund um „OK Human“, „Van Weezer“ und die „SZNZ“-Veröffentlichungen.

Zu den vorab veröffentlichten Songs gehörten unter anderem „Shine Again“ und „We Might as Well Be Strangers“ mit Karly Hartzman von Wednesday.

Mit „C.E.O.“ folgte anschließend einer der selbstironischsten Titel des Albums.


„C.E.O.“ handelt ausgerechnet von Erwartungsdruck

Der Titel klingt zunächst nach einem Song über Unternehmen oder irgendwelche Vorstandsetagen.

Tatsächlich geht es aber um etwas Persönlicheres.

„C.E.O.“ beschäftigt sich mit dem Druck, den eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer gerecht zu werden.

Rivers Cuomo singt sinngemäß darüber, immer wieder etwas liefern zu müssen, das die Menschen von Weezer erwarten.

Schon die erste Zeile macht die Richtung ziemlich deutlich:

Die Band scherzt darüber, wieder einen weiteren Song zu schreiben, der nach den 90ern klingt.

Und genau diese Idee wird im Video komplett auf die Spitze getrieben.


Plattenbosse wollen den alten Weezer-Erfolg zurück

Das Musikvideo beginnt mit zwei stereotyp dargestellten Musikmanagern.

Sie werden von Rob Riggle und Rob Huebel gespielt.

Ihre Forderung an Weezer ist ziemlich eindeutig:

Die Leute wollen Nostalgie.

Also soll die Band doch bitte etwas machen, das an ihre großen 90er-Jahre erinnert.

Als Vorlage dient ausgerechnet eines der berühmtesten Weezer-Videos überhaupt.


„Undone – The Sweater Song“ wird noch einmal gedreht

1994 veröffentlichte Weezer das legendäre Video zu „Undone – The Sweater Song“.

Regie führte damals Spike Jonze.

Das Video ist extrem simpel.

Die Band spielt den Song vor einem blauen Hintergrund, während die Kamera langsam um sie herumfährt.

Am Ende laufen Hunde durch das Bild.

Diese Idee gehört inzwischen fest zur visuellen Geschichte der Band.

Mehr als 30 Jahre später soll Weezer nun genau dieses Prinzip noch einmal kopieren.

Nur diesmal wird alles gold.


Dann kommen die Bienen

Im neuen „C.E.O.“-Video spielt die Band zunächst tatsächlich auf einem goldenen Set.

Regisseur innerhalb des Videos ist Curry Barker, bekannt unter anderem durch „Obsession“.

Allerdings ist er mit Weezers Performance irgendwann nicht mehr zufrieden.

Also braucht es offenbar etwas mehr Action.

Statt der Hunde aus dem ursprünglichen „Undone“-Video werden diesmal lebende Bienen ins Studio gebracht.

Weezer hat darauf verständlicherweise irgendwann keine Lust mehr.

Die Band verschwindet.


Kein Problem – dann wird Weezer eben ersetzt

Für die fiktiven Manager im Video ist das natürlich kein wirkliches Problem.

Dann werden eben neue Musiker angerufen.

Und plötzlich besteht Weezer aus einer bemerkenswerten Gruppe prominenter Ersatzmitglieder.

Mit dabei sind unter anderem:

Tony Hawk, Christopher Mintz-Plasse, Michael Peña, Giovanni Ribisi, Dax Flame und Jay Renshaw alias Chit.

Damit wird der eigentliche Witz des Videos perfekt.

Wenn Nostalgie wichtiger ist als die Künstler selbst, dann kann man offenbar sogar die komplette Band austauschen.

Hauptsache, das alte Konzept bleibt bestehen.


Tony Hawk wird zum Weezer-Mitglied

Besonders auffällig ist natürlich Tony Hawk.

Die Skateboard-Legende passt auf eine etwas seltsame Art erstaunlich gut in dieses Weezer-Universum.

Schließlich stammen sowohl der große Durchbruch der Band als auch Hawks kulturelle Hochphase aus einer Zeit, die heute eng mit 90er- und frühen 2000er-Nostalgie verbunden wird.

Das Video spielt genau mit dieser Verbindung.

Es stellt die Frage, wie viel Nostalgie eigentlich noch echt ist – und wann sie nur noch reproduziert wird, weil man weiß, dass sie funktioniert.


Das Video macht sich über die eigene Karriere lustig

Genau deshalb funktioniert „C.E.O.“ erstaunlich gut.

Weezer wissen schließlich selbst, dass ein großer Teil ihrer heutigen Popularität auch mit ihrem frühen Material zusammenhängt.

Das Blue Album von 1994 und „Pinkerton“ von 1996 gehören bis heute zu den wichtigsten Platten ihrer Karriere.

Songs wie „Buddy Holly“, „Say It Ain’t So“, „Undone“ oder „El Scorcho“ werden seit Jahrzehnten erwartet.

Statt sich dagegen zu wehren, macht die Band diese Erwartung nun selbst zum Thema.


Regie führten Brendan Walter und Jasper Graham

Das tatsächliche Video wurde von Brendan Walter und Jasper Graham inszeniert.

Beide arbeiten bewusst mit Elementen des alten „Undone“-Clips, ohne einfach eine exakte Kopie zu produzieren.

Gold ersetzt Blau.

Bienen ersetzen Hunde.

Und irgendwann ersetzt eine komplette Prominentengruppe Weezer selbst.

Damit wird aus dem Nostalgie-Zitat gleichzeitig eine Parodie darauf.


Auch live treffen neue Songs auf Klassiker

Auf der aktuellen „The Gathering“-Tour funktioniert die Mischung ähnlich.

Die Setlists verbinden Songs des neuen Albums mit Material aus praktisch allen wichtigen Weezer-Phasen.

„C.E.O.“ und „Shine Again“ stehen neben Songs wie „Hash Pipe“, „Beverly Hills“, „The Good Life“, „Pink Triangle“, „Pork and Beans“, „My Name Is Jonas“, „Undone“, „Say It Ain’t So“ und „Buddy Holly“.

Auch weniger offensichtliche Fan-Favoriten bekommen Platz.

Bei einigen Shows spielte die Band beispielsweise „Longtime Sunshine“ und „I Just Threw Out the Love of My Dreams“.


Besonders „Pinkerton“ spielt 2026 eine große Rolle

Das Timing ist dabei passend.

2026 feiert „Pinkerton“ sein 30-jähriges Jubiläum.

Das Album wurde bei seiner Veröffentlichung zunächst wesentlich kontroverser aufgenommen als das Blue Album.

Später entwickelte es sich allerdings zu einem der einflussreichsten Alternative-Rock-Alben der 90er.

Entsprechend stark ist „Pinkerton“ auch auf der aktuellen Tour vertreten.

  

Weezer bleiben eine ziemlich ungewöhnliche Rockband

Vielleicht passt „C.E.O.“ deshalb so gut zur aktuellen Phase der Band.

Weezer existieren inzwischen seit mehr als 30 Jahren.

Sie könnten problemlos eine reine Nostalgie-Tour spielen und Abend für Abend nur die frühen Hits präsentieren.

Stattdessen veröffentlichen sie weiterhin neue Alben – und machen gleichzeitig Witze darüber, dass Fans eigentlich ständig wieder den alten Weezer-Sound wollen.

Diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Selbstparodie gehört längst zum Markenzeichen der Band.„The Gathering“ reist weiter

Und 2027 wird das Ganze nun noch größer.

Japan.

Irland.

Großbritannien.

Frankreich.

Niederlande.

Norwegen.

Schweden.

Finnland.

Die Ankündigung der internationalen Termine erfüllt damit genau das Versprechen, das Weezer schon im März formulierten:

„The Gathering has a way of traveling.“

Jetzt fehlt aus deutscher Sicht eigentlich nur noch ein Punkt:

eine Deutschland-Show.

Bislang ist keine angekündigt.

Aber die Tour läuft noch bis Juni 2027 – und bei Weezer sollte man vermutlich nie vollständig ausschließen, dass noch etwas dazukommt.

„Weezer (The Gold Album)“ ist bereits erhältlich. Die „The Gathering“-Tour läuft derzeit durch Nordamerika und wird 2027 in Japan, Großbritannien und Europa fortgesetzt.

Quellen

  • Weezer – offizielle Website: Internationale „The Gathering“-Termine und aktuelles Album. Weezer
  • Pollstar: Vollständige internationale Tourdaten 2027, Japan- und Europa-Abschnitte sowie Taking Back Sunday als Support in UK und Europa. Pollstar News
  • Live Nation: Aktuell bestätigte Tourtermine und Venues für 2026/2027. www.livenation.de
  • Pitchfork: Hintergrund zu „C.E.O.“, Musikvideo, Starbesetzung, „Undone“-Parodie und Veröffentlichung des Gold Albums. Pitchfork
  • NME: Internationale Erweiterung der „The Gathering“-Tour sowie „C.E.O.“ und die Tour-Supports. NME
  • Complex: Details zur Idee des „C.E.O.“-Videos, Tony Hawk und den prominenten Weezer-Ersatzmitgliedern. complex.com

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