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Zach Bryan und Lana Del Rey veröffentlichen bittersüßes Duett „Lies“Kurzbeschreibung:
Zach Bryan und Lana Del Rey haben endlich ihren gemeinsamen Song veröffentlicht. „Lies“ verbindet Bryans rauen Americana-Sound mit Del Reys melancholischer Stimme zu einer großen Klavier- und Streicherballade über zwei Menschen, die sich gegenseitig einreden, ihre Beziehung funktioniere noch. Der Song erscheint auf Bryans neuer EP „Young Manhood and Other Donatable Organs“ – und enthält sogar eine kleine musikalische Verbeugung vor Fleetwood Mac.
Diese Zusammenarbeit hat eigentlich erstaunlich lange gedauert
Zach Bryan.
Lana Del Rey.
Wenn man zwei Künstler nennen müsste, deren Musik hervorragend dazu geeignet ist, nachts um halb zwei aus einem Autofenster zu schauen und unnötig intensiv über das eigene Leben nachzudenken, wären diese beiden ziemlich weit oben auf der Liste.
Jetzt haben sie tatsächlich einen gemeinsamen Song.
„Lies“ ist da.
Das Duett erscheint auf Zach Bryans neuer EP „Young Manhood and Other Donatable Organs“, die am heutigen 16. Oktober 2026 veröffentlicht wurde.
Und wer erwartet hatte, dass Bryan und Del Rey daraus irgendeine fröhliche Country-Pop-Nummer machen:
Keine Sorge.
Natürlich geht es um eine Beziehung, bei der eigentlich längst klar ist, dass etwas kaputt ist.
Sonst wäre diese Kombination wahrscheinlich auch verdächtig gewesen.
„Lies“ beginnt erstaunlich zurückhaltend
Musikalisch startet der Song fast vorsichtig.
Ein Klavier.
Dann Streicher.
Zach Bryan übernimmt zunächst den ersten Teil.
Seine Stimme bleibt dabei bewusst rau und wenig glattgebügelt.
Im Hintergrund hört man irgendwann Lana Del Rey.
Später übernimmt sie selbst eine Strophe.
Und schließlich treffen beide Stimmen im gemeinsamen Teil aufeinander.
Das Arrangement wird größer, ohne sich komplett in eine überproduzierte Popballade zu verwandeln.
Genau darin liegt die Stärke des Songs.
Bryan klingt weiterhin nach Zach Bryan.
Lana klingt weiterhin nach Lana Del Rey.
Keiner der beiden muss sich musikalisch verbiegen, damit die Zusammenarbeit funktioniert.
Zwei Menschen erzählen sich genau das, was sie selbst nicht mehr glauben
Der Titel „Lies“ ist ziemlich eindeutig.
Es geht um Lügen.
Allerdings nicht im klassischen Sinne einer dramatischen Enthüllung.
Niemand wird beim geheimen Doppelleben erwischt.
Es geht vielmehr um jene Lügen, die zwei Menschen einander erzählen, weil die Wahrheit unangenehmer wäre.
Dass alles noch funktioniert.
Dass man glücklich ist.
Dass die Beziehung noch dieselbe ist.
Dass man irgendwie schon wieder zueinanderfindet.
Beide wissen eigentlich, dass etwas nicht stimmt.
Trotzdem halten sie an der Geschichte fest.
Das macht den Song nicht zu einer klassischen Trennungsnummer.
Er spielt genau in diesem unangenehmen Raum davor.
Noch zusammen.
Aber emotional eigentlich schon auf dem Weg nach draußen.
Und genau dafür funktionieren diese beiden Stimmen erschreckend gut
Zach Bryan besitzt eine Stimme, bei der selbst eine Einkaufsliste wahrscheinlich leicht nach verlorenem Wochenende klingen würde.
Lana Del Rey wiederum hat ihre komplette Karriere darauf aufgebaut, Schönheit und Melancholie so eng miteinander zu verbinden, dass man manchmal nicht mehr genau weiß, ob man gerade romantisch oder einfach sehr traurig sein sollte.
„Lies“ nutzt genau diese Eigenschaften.
Bryans Stimme klingt rauer.
Del Reys weicher und schwebender.
Gemeinsam entsteht dadurch kein klassisches Duett, bei dem zwei möglichst ähnliche Popstimmen perfekt miteinander verschmelzen.
Der Reiz entsteht aus dem Unterschied.
Er wirkt erdiger.
Sie fast etwas entrückt.
Und genau zwischen diesen beiden Polen liegt der Song.
Beide haben „Lies“ gemeinsam geschrieben
Wichtig ist dabei:
Lana Del Rey wurde nicht einfach nachträglich als prominenter Gast auf einen fertigen Zach-Bryan-Song gesetzt.
Bryan und Del Rey schrieben „Lies“ gemeinsam.
Das erklärt wahrscheinlich auch, warum ihre Beteiligung deutlich stärker wirkt als ein typischer Feature-Auftritt mit einer zusätzlichen Strophe.
Der Song wurde laut Rolling Stone zusammen mit dem Rest der neuen EP im Easy Eye Sound Studio in Nashville aufgenommen.
Das Studio gehört Dan Auerbach von The Black Keys.
Produziert wurde „Lies“ von:
Zach Bryan,
Eddie Spear
und Jamie McLaughlin.
Spear gehört bereits seit längerer Zeit zu Bryans regelmäßigem Produktionsumfeld.
Lana hatte die Zusammenarbeit bereits angekündigt
Vollständig überraschend kommt „Lies“ nicht.
Lana Del Rey hatte bereits im September öffentlich angedeutet, dass ein gemeinsamer Song mit Zach Bryan fertiggestellt wurde.
Dabei spielte sie sogar bereits mit dem späteren Titel.
Sinngemäß erklärte sie:
Jetzt hätten sie ihren Song endlich fertig – und das sei keine Lüge.
Wer aufmerksam war, hatte damit eigentlich schon einen ziemlich deutlichen Hinweis.
Zach Bryan bestätigte die Zusammenarbeit anschließend im Umfeld seiner neuen EP.
Jetzt ist der Song vollständig zu hören.
Im Refrain versteckt sich Fleetwood Mac
Besonders auffällig ist außerdem eine musikalische Referenz.
Der gemeinsame Refrain greift „Little Lies“ von Fleetwood Mac auf.
Nicht als vollständiges Sample oder Cover.
Aber die berühmte Idee des Songs wird deutlich aufgegriffen.
Das ergibt inhaltlich natürlich Sinn.
Fleetwood Macs „Little Lies“ beschäftigt sich ebenfalls mit den Lügen, die innerhalb einer Beziehung erzählt werden.
Bryan und Del Rey übertragen diesen Gedanken in ihre eigene musikalische Welt.
Die Verbindung wirkt deshalb weniger wie ein zufälliges Easter Egg.
Sie passt direkt zum Thema.
Und wenn man schon einen Song namens „Lies“ schreibt, darf man offenbar kurz bei einer der berühmtesten musikalischen Lügen der Popgeschichte vorbeischauen.
„Lies“ ist Teil einer acht Songs langen EP
Der Song erscheint auf „Young Manhood and Other Donatable Organs“.
Allein dieser Titel verdient eigentlich einen kurzen Moment.
Die EP umfasst acht Songs:
- Lodi When
- Robot Killed The Working Man
- Lies (feat. Lana Del Rey)
- Dog Days
- Backwards
- Plainsman (feat. Turnpike Troubadours)
- Is The Blue Tangled in You?
- You’ll Get By
„Lies“ steht damit direkt an dritter Stelle.
Lana Del Rey ist allerdings nicht der einzige prominente Gast.
Auf „Plainsman“ treten die Turnpike Troubadours auf.
Bryan schrieb den Song gemeinsam mit deren Frontmann Evan Felker.
Das Projekt ist ziemlich typisch Zach Bryan: sehr viel Musik in sehr wenig Zeit
Dass Zach Bryan 2026 schon wieder neues Material veröffentlicht, dürfte inzwischen niemanden besonders überraschen.
Der Mann scheint eine komplizierte persönliche Beziehung zum Konzept „Pause“ zu besitzen.
Erst Anfang des Jahres erschien das umfangreiche Album „With Heaven on Top“.
Die Platte enthält 25 Songs und erreichte Platz eins der Billboard 200.
Danach folgte auch noch eine Akustikfassung.
Dazu kamen weitere einzelne Veröffentlichungen.
Und jetzt, noch im selben Jahr, die nächste EP.
Andere Künstler brauchen vier Jahre, um zu erklären, dass sie „im Studio gerade sehr kreativ sind“.
Zach Bryan veröffentlicht währenddessen wahrscheinlich zwei Alben und schreibt noch ein Buch.
Und tatsächlich gehört zur EP auch noch ein Buch
Denn „Young Manhood and Other Donatable Organs“ bleibt nicht ausschließlich ein Musikprojekt.
Bryan veröffentlicht zusätzlich ein gleichnamiges Hardcover-Buch.
Darin blickt er auf ungefähr zehn Jahre seines Lebens zurück.
Seine Kindheit.
Seine Zeit bei der US Navy.
Seine Entlassung aus dem Militär.
Seinen Aufstieg vom Musiker in kleinen Theatern zu ausverkauften Stadionkonzerten.
Fehler.
Erfolge.
Persönliche Krisen.
Und die Veränderungen, die diese Entwicklung mit sich gebracht hat.
Das ist gerade bei Bryan interessant, weil er klassische Interviews und ausführliche öffentliche Erklärungen vergleichsweise selten gibt.
Das Buch soll deshalb einen ungewöhnlich direkten Einblick liefern.
Es erscheint Anfang 2027.
Auch das Vinyl ist ungewöhnlich limitiert
Die EP erscheint außerdem physisch.
Für die erste Vinylpressung wurden 5.000 nummerierte Exemplare angekündigt.
Zusätzlich gibt es eine CD sowie ein Bundle aus Vinyl und Buch.
Die digitale Veröffentlichung ist bereits verfügbar.
Die physischen Versionen folgen später.
Das wirkt fast ein bisschen altmodisch.
Und passt deshalb wahrscheinlich ziemlich gut zu Zach Bryan.
Ein Künstler, dessen Musik teilweise klingt, als müsste sie aus einem alten Truck-Radio kommen, veröffentlicht gleichzeitig natürlich ein nummeriertes Vinyl und ein Hardcover-Buch.
Konsequent.
Lana Del Rey wiederum passt längst stärker in diese Welt, als man früher gedacht hätte
Vor zehn Jahren hätte ein Duett zwischen Lana Del Rey und einem der größten Country-/Americana-Künstler der USA vielleicht noch ungewöhnlicher gewirkt.
Inzwischen sind die Grenzen deutlich verschwommener.
Del Rey flirtet seit Jahren immer wieder mit:
Country,
Folk,
Americana
und klassischem Singer-Songwriter-Sound.
Ihre Stimme funktioniert erstaunlich gut mit reduzierten Arrangements.
Und ihre Texte bewegen sich sowieso schon seit Beginn ihrer Karriere häufig durch amerikanische Mythologie.
Highways.
Kleine Orte.
Bars.
Autos.
Religion.
Romantik.
Scheitern.
Eigentlich war der Schritt gar nicht besonders groß.
Zach Bryan ist selbst längst größer als die klassische Country-Schublade
Ähnlich sieht es bei Bryan aus.
Er wird regelmäßig als Countrymusiker bezeichnet.
Das ist nicht falsch.
Aber seine Musik enthält genauso:
Americana,
Folk,
Rock
und klassische Singer-Songwriter-Elemente.
Seine bisherigen Kollaborationen zeigen das ziemlich deutlich.
Er arbeitete unter anderem bereits mit:
Kacey Musgraves,
Bruce Springsteen,
Kings of Leon,
The War and Treaty
und Maggie Rogers.
„I Remember Everything“ mit Kacey Musgraves wurde 2023 sogar ein Nummer-eins-Hit in den Billboard Hot 100.
Lana Del Rey ist deshalb zwar eine besondere Zusammenarbeit.
Aber keineswegs ein vollständiger Stilbruch.
„Lies“ versucht gar nicht erst, der große Radio-Crossover-Hit zu sein
Vielleicht ist genau das angenehm.
Man hätte aus dieser Kombination sehr leicht einen gigantischen Popmoment konstruieren können.
Zach Bryan.
Lana Del Rey.
Großer Refrain.
Perfekte Streamingplaylist.
Noch ein bisschen mehr Schlagzeug.
Noch ein bisschen mehr Produktion.
Noch ein bisschen mehr Drama.
„Lies“ bleibt stattdessen vergleichsweise zurückhaltend.
Klavier.
Streicher.
Zwei Stimmen.
Und eine ziemlich unangenehme Beziehungsgeschichte.
Das reicht.
Der Song wirkt dadurch eher wie ein tatsächliches gemeinsames Stück als wie eine Marketingidee, die zufällig zwei große Namen nebeneinanderstellt.
Und dann gibt es 2027 schon wieder sehr viel Zach Bryan
Parallel zur EP hat Bryan bereits die nächste große Tour angekündigt.
Die „Young Manhood and Other Donatable Organs Tour“ startet im Frühjahr 2027.
Auf dem Plan stehen zahlreiche große Stadionkonzerte in Nordamerika sowie Termine in Australien.
Unter anderem geht es in:
U.S. Bank Stadium,
Soldier Field,
MetLife Stadium,
Nissan Stadium
und weitere große Arenen und Stadien.
Ob „Lies“ dort gemeinsam mit Lana Del Rey gespielt wird, ist aktuell nicht angekündigt.
Und genau deshalb sollte man aus einem gemeinsamen Studiotitel noch keine gemeinsame Tour ableiten.
Schön wäre es natürlich trotzdem.
Lana Del Rey hat derzeit selbst keine Tourtermine angekündigt
Auch bei Lana Del Rey ist momentan kein gemeinsamer Liveauftritt bestätigt.
Ihre offizielle Website führt derzeit keine kommenden Konzerte.
Die Zusammenarbeit beschränkt sich damit Stand heute auf die Aufnahme.
Vielleicht bleibt das so.
Vielleicht stehen beide irgendwann überraschend gemeinsam auf einer Bühne.
Bis dahin gilt:
Nicht jede Zusammenarbeit braucht sofort eine Tourankündigung.
Manchmal reicht auch einfach ein verdammt guter trauriger Song.
Zwei Künstler treffen sich genau dort, wo beide besonders gut sind
Das vielleicht Überraschendste an „Lies“ ist am Ende, wie wenig überraschend es klingt.
Nicht im Sinne von langweilig.
Sondern weil beide Künstler sofort selbstverständlich zusammenpassen.
Zach Bryan bringt:
Rauheit.
Country- und Folk-Wurzeln.
Direktes Songwriting.
Lana Del Rey bringt:
Melancholie.
Atmosphäre.
Diese fast filmische Art, eine Geschichte zu erzählen.
Dazwischen stehen Klavier und Streicher.
Und zwei Menschen, die sich gegenseitig erzählen, ihre Beziehung sei noch vollkommen in Ordnung.
Obwohl beide längst wissen:
Das ist eine Lüge.
„Lies“ von Zach Bryan und Lana Del Rey ist seit heute im Rahmen der EP „Young Manhood and Other Donatable Organs“ erhältlich.
Und falls nach diesem Song jemand verlangt, die beiden sollten unbedingt noch einmal zusammenarbeiten:
Das wäre vermutlich ausnahmsweise keine Lüge.
Quellen
Rolling Stone – „Zach Bryan Links Up With Lana Del Rey for Delicate Duet ‘Lies’“, 16. Oktober 2026
Aktuelle Informationen zum Duett, zum Arrangement mit Klavier und Streichern, den gemeinsamen Gesangspassagen, dem Easy Eye Sound Studio in Nashville sowie den Produzenten Zach Bryan, Jamie McLaughlin und Eddie Spear. Rolling Stone Australia
Rolling Stone – Zach Bryan & Lana Del Rey: „Lies“
Zach Bryan – offizieller Shop: „Young Manhood and Other Donatable Organs“
Offizielle Trackliste der acht Songs mit „Lies (Feat. Lana Del Rey)“ als drittem Titel sowie Informationen zur auf 5.000 nummerierte Exemplare begrenzten ersten Vinylpressung. Zach Bryan
Zach Bryan – offizielle EP-Vinylseite
Apple Music – „Young Manhood and Other Donatable Organs“
Bestätigung der Veröffentlichung am 16. Oktober 2026, acht Songs, rund 29 Minuten Laufzeit und Lana Del Rey sowie Turnpike Troubadours als Gäste. Apple Music - Web Player
Stereogum – „Zach Bryan Shares New EP … Feat. Lana Del Rey & Turnpike Troubadours“, 16. Oktober 2026
Hintergrund zur gemeinsamen Autorenschaft von Bryan und Del Rey, zur inhaltlichen Ausrichtung von „Lies“, zur Fleetwood-Mac-Referenz und zu den weiteren Beteiligten der EP. Stereogum
Billboard – „Young Manhood and Other Donatable Organs“, 16. Oktober 2026
Bestätigung der Veröffentlichung über Warner Records sowie Einordnung der acht Songs umfassenden EP in Zach Bryans Veröffentlichungsjahr 2026. billboard.com
Zach Bryan – „Young Manhood and Other Donatable Organs“ Hardcover Book
Offizielle Beschreibung des begleitenden Buchs über rund zehn Jahre seines Lebens – von Kindheit und Navy-Zeit über persönliche Fehler bis zum Aufstieg zu Stadionkonzerten. Zach Bryan