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Amy Winehouse bekommt eigenes Musical – West-End-Projekt ist in Arbeit

Amy-Winehouse-inspirierte Sängerin vor einem beleuchteten Londoner West-End-Theater mit Vintage-Mikrofon und Musicalplakat.

Die Musik von Amy Winehouse könnte bald eine neue Bühne bekommen: In London wird derzeit an einem West-End-Musical rund um die verstorbene Sängerin gearbeitet. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Phase, doch mit Broadway-Produzentin Catherine Schreiber und der Beteiligung von Mitch Winehouse nimmt es bereits konkrete Formen an.

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Amy Winehouse hat mit gerade einmal zwei Studioalben einen musikalischen Nachhall hinterlassen, den nur wenige Künstler erreichen.

Jetzt könnte ihre Geschichte auch auf die Theaterbühne kommen.

Nach übereinstimmenden Berichten befindet sich derzeit ein Musical rund um Amy Winehouse in Entwicklung, das für Londons West End vorgesehen ist.

Ganz fertig ist die Sache allerdings noch lange nicht.

Ein Titel fehlt ebenso wie ein Theater, ein Premierentermin oder eine bestätigte Besetzung.

Trotzdem gibt es inzwischen genug konkrete Hinweise, um von mehr als einer losen Idee zu sprechen.

Catherine Schreiber soll das Projekt produzieren

Besonders wichtig ist dabei ein Name:

Catherine Schreiber.

Die Tony-prämierte Produzentin war bereits an großen Theaterproduktionen beteiligt, darunter „Cabaret“, „Rent“ und die Bühnenversion von „High School Musical“.

Sie soll nun auch hinter dem Amy-Winehouse-Projekt stehen.

Laut Variety laufen bereits Castingprozesse.

Das bedeutet zwar noch nicht, dass die Produktion unmittelbar vor der Premiere steht, zeigt aber, dass das Projekt über eine reine Konzeptphase hinausgewachsen sein dürfte.

Mitch Winehouse ist ebenfalls beteiligt

Auch Amy Winehouses Vater Mitch Winehouse soll in die Entwicklung eingebunden sein.

Er verwaltet große Teile des Nachlasses seiner Tochter und wäre bei einem Musical mit ihrer Musik ohnehin eine zentrale Figur.

Seine Beteiligung macht es deutlich wahrscheinlicher, dass tatsächlich bekannte Songs von Amy Winehouse verwendet werden können.

Welche Titel dazugehören werden, ist allerdings noch nicht bestätigt.

Naheliegend wären natürlich Songs wie „Rehab“, „Back to Black“, „You Know I'm No Good“, „Love Is a Losing Game“ oder „Valerie“.

Aber bislang gibt es keine offizielle Songliste.

Erzählt das Musical ihr Leben – oder nur mit ihrer Musik?

Auch diese Frage ist noch offen.

Das Stück könnte als klassisches Biografie-Musical aufgebaut sein und Amy Winehouses Lebensgeschichte erzählen.

Denkbar wäre aber auch ein Modell wie bei „Mamma Mia!“, bei dem bekannte Songs verwendet werden, während die Handlung komplett neu erfunden wird.

Gerade bei Amy Winehouse dürfte diese Entscheidung ziemlich wichtig werden.

Ihre Biografie ist eng mit ihrer Musik verbunden, gleichzeitig ist ihre Lebensgeschichte schon oft erzählt worden.

Ihre Geschichte wurde bereits mehrfach verfilmt

2015 erschien Asif Kapadias Dokumentarfilm „Amy“.

Der Film gewann später den Oscar als bester Dokumentarfilm und wurde international gefeiert.

2024 folgte das Biopic „Back to Black“ von Sam Taylor-Johnson mit Marisa Abela in der Hauptrolle.

Damit wäre ein Musical nicht die erste filmische oder theatralische Annäherung an Winehouses Leben.

Die Herausforderung besteht deshalb darin, eine Perspektive zu finden, die nicht einfach Bekanntes wiederholt.

Mitch Winehouse wollte schon früher ein Musical

Die Idee ist tatsächlich nicht neu.

Bereits 2017 hatte Mitch Winehouse öffentlich darüber gesprochen, dass er sich ein Bühnenprojekt über seine Tochter vorstellen könne.

Dabei betonte er, dass Amy nicht ausschließlich über ihre Probleme mit Alkohol und Drogen definiert werden solle.

Das ist ein wichtiger Punkt.

Winehouse wurde nach ihrem Tod häufig stark auf Absturz, Sucht und Tragik reduziert.

Dabei war sie eben auch Songwriterin, Jazzliebhaberin, Performerin und eine der markantesten britischen Stimmen ihrer Generation.

Ein Musical könnte genau diese andere Seite stärker in den Mittelpunkt rücken.

Es gab sogar schon einmal einen gescheiterten Versuch

Ganz neu ist auch der konkrete Versuch einer Bühnenumsetzung nicht.

2012 plante das Royal Danish Theatre in Kopenhagen ein Musical mit Winehouses Musik.

Das Projekt wurde allerdings abgesagt, nachdem Mitch Winehouse die Nutzung ihrer Songs und ihres Bildes nicht autorisiert hatte.

Dass er beim neuen West-End-Projekt nun selbst beteiligt sein soll, macht die Ausgangslage diesmal deutlich anders.

Warum gerade jetzt?

Der Zeitpunkt kommt nicht ganz zufällig.

2026 steht stark im Zeichen des 20. Jubiläums von „Back to Black“.

Am 23. Oktober erscheint eine neue Jubiläumsausgabe des Albums mit unveröffentlichtem Material, B-Seiten und Liveaufnahmen.

Bereits am 21. Oktober fand im Londoner Roundhouse ein großes Tribute-Konzert statt.

Mit dabei waren unter anderem Jorja Smith, Corinne Bailey Rae, Lianne La Havas und Jessie Reyez. Auch Mark Ronson und Salaam Remi, die das Originalalbum mitprägten, waren beteiligt.

Amy Winehouses Musik ist damit gerade ohnehin wieder besonders präsent.

„Back to Black“ ist längst ein moderner Klassiker

Das Album erschien 2006 und machte Winehouse weltweit zum Star.

Songs wie „Rehab“, „You Know I'm No Good“, „Tears Dry on Their Own“ und der Titelsong „Back to Black“ verbanden Soul, Jazz, R&B und Pop auf eine Weise, die damals kaum jemand anderes so präsent in den Mainstream brachte.

Bei den Grammy Awards 2008 gewann Winehouse fünf Preise.

Bis heute gilt „Back to Black“ als eines der wichtigsten britischen Alben der 2000er-Jahre.

Für ein Musical bietet gerade diese Songauswahl natürlich ziemlich viel Stoff.

Aber wer spielt Amy Winehouse?

Noch weiß das niemand.

Laut Variety soll zwar bereits gecastet werden, Namen wurden bislang aber nicht bekannt gegeben.

Das dürfte einer der spannendsten Punkte des gesamten Projekts werden.

Amy Winehouse hatte nicht nur eine außergewöhnlich markante Stimme.

Auch ihr Auftreten war sofort erkennbar: Beehive-Frisur, stark gezogener Eyeliner, Tattoos und eine Bühnenpräsenz irgendwo zwischen Verletzlichkeit, trockenem Humor und völliger Direktheit.

Eine Schauspielerin einfach nur optisch ähnlich herzurichten, dürfte deshalb nicht reichen.

Und dann wäre da noch die Stimme

Bei einem Musical stellt sich zusätzlich die Frage, ob die Hauptdarstellerin selbst singen wird.

Gerade bei Amy Winehouse wäre das eine enorme Herausforderung.

Ihre Stimme war technisch und klanglich extrem charakteristisch.

Wenn ein Musical live gesungen wird, braucht es deshalb keine bloße Imitation.

Es braucht eine Darstellerin, die die Songs glaubwürdig auf die Bühne bringt, ohne zwangsläufig zu versuchen, jede einzelne Nuance zu kopieren.

Genau das könnte beim Casting entscheidend werden.

Noch kein Termin, kein Theater, kein Titel

So spannend das Projekt klingt: Besucher sollten aktuell noch keine London-Reise planen.

Es gibt bislang keinen bestätigten Premierentermin.

Auch ein Theater wurde noch nicht bekannt gegeben.

Ebenso fehlen ein offizieller Titel, Autor, Regisseur und eine finale Besetzung.

Das Projekt befindet sich also wirklich noch in Entwicklung.

Gerade im Theaterbereich können sich solche Produktionen noch stark verändern oder sogar ganz verschwinden.

Trotzdem sieht es diesmal konkreter aus als früher

Der entscheidende Unterschied ist die Kombination aus mehreren Faktoren:

Eine erfahrene Broadway-Produzentin ist beteiligt.

Casting soll laufen.

Mitch Winehouse ist offenbar eingebunden.

Und der Zeitpunkt fällt mit einer großen neuen Würdigung von „Back to Black“ zusammen.

Das macht die Chancen deutlich größer, dass aus dem Projekt am Ende tatsächlich eine West-End-Produktion wird.

Amy Winehouse könnte damit endgültig zur Theaterfigur werden

Ob das Musical am Ende ihre Lebensgeschichte erzählt oder lediglich ihre Songs verwendet, wird entscheidend sein.

Fest steht aber schon jetzt:

Amy Winehouses Musik funktioniert längst über ihre ursprüngliche Zeit hinaus.

20 Jahre nach „Back to Black“ gibt es neue Editionen, Tribute-Konzerte und nun offenbar auch ernsthafte Pläne für ein West-End-Musical.

Vielleicht steht irgendwann also nicht mehr nur ihr Name auf Plattencovern oder Kinoplakaten.

Sondern auch über einem Londoner Theater.

Noch ist es nicht so weit.

Aber diesmal sieht es so aus, als könnte es tatsächlich passieren.

Quellen

  • Variety, 23. Oktober 2026 – exklusiver Bericht über das Amy-Winehouse-Musical, Catherine Schreiber, laufendes Casting und die Beteiligung von Mitch Winehouse.

  • The Guardian, 22. Oktober 2026 – Einordnung des Projekts, mögliche Verwendung von Winehouses Musik und Hintergrund zu früheren Musicalplänen.

  • WhatsOnStage, 22. Oktober 2026 – Entwicklungsstand, Casting und bislang fehlende Angaben zu Titel, Theater und Premiere.

  • BroadwayWorld, 22. Oktober 2026 – Hintergrund zum geplanten Musical und zum gescheiterten früheren Bühnenprojekt von 2012.

  • Amy Winehouse – offizielle Website mit Informationen zur 20th Anniversary Edition von „Back to Black“.

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