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Musik

John Mayer gründet eigenes Plattenlabel „Sob Rock Records“

John Mayer sitzt mit Akustikgitarre in einem warm beleuchteten Tonstudio, umgeben von Verstärkern, Instrumenten und Aufnahmetechnik; im Hintergrund ist „Sob Rock Records“ zu sehen.

John Mayer startet ein neues Kapitel seiner Karriere: Der Sänger und Gitarrist hat sein eigenes Plattenlabel „Sob Rock Records“ gegründet. Das neue Imprint arbeitet mit Mercury Records zusammen – und bekommt direkt zum Start neue Musik. Mit „Tom and Jerry“ veröffentlicht Mayer heute seine erste Solo-Single seit fünf Jahren.

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Nach mehr als zwei Jahrzehnten mit klassischen Major-Label-Verträgen möchte John Mayer offenbar etwas stärker selbst bestimmen, wie seine Musik künftig erscheint.

Der siebenfache Grammy-Gewinner hat Sob Rock Records gegründet.

Das neue Label entsteht in Partnerschaft mit Mercury Records, das wiederum zur Universal Music Group gehört. Mayer bekommt damit die Infrastruktur eines großen Musikkonzerns – verbindet sie aber mit einem Label unter seinem eigenen Namen und kreativen Einfluss.

Und der Start erfolgt nicht irgendwann in ferner Zukunft.

Die erste Veröffentlichung ist bereits da.

„Tom and Jerry“ eröffnet das neue Kapitel

Am heutigen 23. Oktober erscheint John Mayers neue Single „Tom and Jerry“.

Es ist seine erste neue Solo-Musik seit dem Album „Sob Rock“ aus dem Jahr 2021.

Damit bekommt das neue Label direkt zum Start einen ziemlich passenden ersten Release.

Mayer selbst produzierte den Song gemeinsam mit Blake Slatkin. Gemischt wurde „Tom and Jerry“ von Serban Ghenea.

Musikalisch bewegt sich der Song wieder stärker in jener entspannten Soft-Rock-Welt, die Mayer über viele Jahre geprägt hat.

Im Mittelpunkt steht eine Beziehung, die ähnlich kompliziert funktioniert wie das berühmte Katz-und-Maus-Spiel von Tom und Jerry.

Der Titel entstand aus einem simplen Sprachmemo

Der Name des Songs war ursprünglich offenbar gar nicht als große Metapher geplant.

Mayer erklärte, dass „Tom and Jerry“ zunächst einfach der Dateiname eines frühen Sprachmemos mit der Songidee gewesen sei.

Aus dieser ersten Aufnahme entwickelte sich anschließend das eigentliche Konzept des Songs.

Im Zentrum steht eine Person, die jemandem hinterherläuft, von dem sie eigentlich längst weiß, dass diese Beziehung vermutlich nie richtig funktionieren wird.

Ein ziemlich klassisches John-Mayer-Thema also.

Nur diesmal eben mit einer Cartoon-Katze und einer Maus als gedanklichem Ausgangspunkt.

Warum heißt das Label „Sob Rock Records“?

Der Name dürfte Fans ziemlich bekannt vorkommen.

„Sob Rock“ war Mayers achtes Studioalbum und erschien 2021.

Genau dieses Album war gleichzeitig seine letzte Veröffentlichung über Columbia Records beziehungsweise Sony Music.

2022 erklärte Mayer, dass er seinen damaligen Plattenvertrag nach rund zwei Jahrzehnten nicht verlängern werde.

Danach blieb lange offen, wie seine zukünftigen Solo-Veröffentlichungen erscheinen würden.

Mit Sob Rock Records gibt es darauf jetzt eine Antwort.

Der Name des alten Albums wird damit praktisch zum Dach für die nächste Phase seiner Karriere.

Mayer arbeitet dafür mit Mercury Records zusammen

Ganz allein baut John Mayer sein Label allerdings nicht auf.

Sob Rock Records entsteht als Partnerschaft mit Mercury Records.

Mercury übernimmt damit einen Teil der großen Label-Infrastruktur, während Mayer seine Veröffentlichungen unter seinem eigenen Imprint herausbringen kann.

Mayer zeigt sich mit der Zusammenarbeit bislang ausgesprochen zufrieden.

Er erklärte in einem Statement, dass der Weg von der kreativen Idee bis zur tatsächlichen Umsetzung durch die Zusammenarbeit mit Mercury einfacher und lohnender geworden sei.

Er fühle sich aktuell sehr inspiriert und freue sich auf das, was als Nächstes komme.

Mercury spricht von einem neuen Kapitel

Auch Mercury-Chef Tyler Arnold äußerte sich zur Zusammenarbeit.

Er bezeichnete Mayer als einen der großen Künstler seiner Generation und erklärte, dass Mercury stolz darauf sei, Teil seines nächsten Karrierekapitels zu werden.

Besonders spannend ist dabei die Formulierung, dass Mercury gemeinsam mit Sob Rock Records Mayers kreative Vision umsetzen wolle.

Das deutet zumindest darauf hin, dass das Imprint mehr sein soll als lediglich ein neuer Schriftzug unter Mayers eigenen Veröffentlichungen.

Wie groß das Label tatsächlich werden soll, ist allerdings noch offen.

Nimmt John Mayer künftig andere Künstler unter Vertrag?

Genau das ist momentan eine der interessantesten Fragen.

Bislang wurde kein weiterer Künstler für Sob Rock Records angekündigt.

Auch zu einer möglichen Labelstruktur, zukünftigen Signings oder einem eigenen Künstler-Roster gibt es noch keine konkreten Informationen.

Damit ist Sob Rock Records zum Start zunächst vor allem die neue Heimat für John Mayers eigene Musik.

Ob er irgendwann andere Künstler verpflichten oder fördern möchte, bleibt abzuwarten.

Gerade bei einem Musiker wie Mayer wäre das allerdings durchaus spannend.

Er arbeitet seit Jahren mit zahlreichen Künstlern aus Pop, Rock, Blues, Jazz und Country zusammen und besitzt einen ziemlich ausgeprägten eigenen musikalischen Geschmack.

Fünf Jahre ohne neues Soloalbum

Dass ausgerechnet jetzt ein eigenes Label startet, passt zu Mayers aktueller Situation.

Seit „Sob Rock“ sind inzwischen fünf Jahre vergangen.

In dieser Zeit war Mayer zwar keineswegs untätig, seine eigene Studiokarriere stand aber deutlich weniger im Mittelpunkt.

Besonders viel Zeit investierte er in Dead & Company, wo er gemeinsam mit Mitgliedern aus dem Umfeld der Grateful Dead auf der Bühne stand.

Dazu kamen Tourneen, Gastauftritte und andere Projekte.

Neue eigene Songs blieben dagegen rar.

Anfang 2026 deutete Mayer dann an, dass sich das ändern soll.

Er erklärte, dass er wieder intensiv an einem neuen Album arbeite.

Ein neues Album ist trotzdem noch nicht angekündigt

Wer jetzt auf einen konkreten Albumtitel oder Veröffentlichungstermin wartet, muss sich allerdings noch gedulden.

Mit der Gründung von Sob Rock Records und „Tom and Jerry“ wurde noch kein neues Studioalbum offiziell angekündigt.

Klar ist lediglich:

Mayer arbeitet wieder an neuer Musik.

Und die erste davon ist jetzt erschienen.

Ob „Tom and Jerry“ bereits der Auftakt zu seinem neunten Studioalbum ist oder zunächst als einzelne Single steht, ist derzeit nicht bestätigt.

Das Studio gehört mittlerweile teilweise ihm selbst

Interessant ist auch, wo die neue Musik entsteht.

„Tom and Jerry“ wurde in den Chaplin Studios in Hollywood aufgenommen.

Auch dort ist John Mayer inzwischen selbst beteiligt.

Gemeinsam mit Regisseur McG übernahm er Anfang 2026 das historische Studiogelände, das ursprünglich von Charlie Chaplin aufgebaut wurde und später unter anderem als A&M Studios und Henson Recording Studios bekannt war.

Damit kontrolliert Mayer inzwischen gleich mehrere Teile seines musikalischen Umfelds stärker selbst:

Er arbeitet an eigener neuer Musik.

Er ist an seinem Studio beteiligt.

Und nun besitzt er sein eigenes Label.

2027 wartet außerdem die Sphere

Dass Mayer gerade wieder stärker auf seine Solokarriere setzt, zeigt auch sein Konzertkalender.

Für 2027 ist eine große Residency in der Sphere in Las Vegas geplant.

Zwischen April und Juni stehen insgesamt 21 Konzerte auf dem Programm.

Das Konzept soll dabei verschiedene Seiten seiner Karriere zusammenbringen.

Geplant sind separate Teile mit seiner kompletten Band, Soloauftritte sowie Sets mit dem John Mayer Trio.

Damit kehrt auch die Formation mit Bassist Pino Palladino und Schlagzeuger Steve Jordan zurück.

Von Columbia zum eigenen Label

John Mayers Karriere begann zu einer Zeit, in der klassische Plattenverträge noch erheblich stärker über den gesamten Verlauf einer Musikerkarriere entschieden.

2001 erschien sein Durchbruchsalbum „Room for Squares“.

Es folgten unter anderem „Heavier Things“, „Continuum“, „Battle Studies“, „Born and Raised“, „Paradise Valley“, „The Search for Everything“ und schließlich „Sob Rock“.

Über Jahre war Mayer eng mit Columbia Records verbunden.

Mit seinem Abschied 2022 endete diese Phase.

Vier Jahre später startet nun die nächste.

Mehr Kontrolle, aber weiterhin ein Major im Hintergrund

Sob Rock Records ist deshalb ein interessantes Modell.

Mayer wird nicht vollständig zum unabhängigen Künstler.

Mit Mercury Records steht weiterhin ein großes Label hinter seinen Veröffentlichungen.

Gleichzeitig bekommt seine Musik nun eine eigene Marke und vermutlich deutlich mehr gestalterischen Spielraum.

Dieses Modell ist in der Musikbranche längst nicht ungewöhnlich.

Große Künstler gründen eigene Imprints und nutzen anschließend die Vertriebs-, Marketing- und Produktionsstrukturen eines Major Labels.

Für Mayer könnte genau diese Mischung besonders gut funktionieren.

Der vielleicht wichtigste Teil ist trotzdem die neue Musik

Am Ende dürfte Fans aber vermutlich weniger interessieren, welches Logo künftig auf der Rückseite einer Platte steht.

Entscheidend ist, dass John Mayer nach fünf Jahren wieder eigene Musik veröffentlicht.

„Tom and Jerry“ beendet heute diese lange Pause.

Ob daraus in den nächsten Monaten ein komplettes neues Album entsteht, bleibt noch offen.

Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls geschaffen.

Eigenes Studio.

Eigenes Label.

Neue Single.

Und eine große Las-Vegas-Residency am Horizont.

Nach einigen Jahren, in denen John Mayer musikalisch überall ein bisschen unterwegs war, scheint sich 2026 wieder deutlich stärker um eines zu drehen:

John Mayer selbst.

Quellen

  • Variety, 23. Oktober 2026 – Gründung von Sob Rock Records in Partnerschaft mit Mercury Records, Aussagen von John Mayer und Tyler Arnold sowie Produktion von „Tom and Jerry“.

  • People, 23. Oktober 2026 – Veröffentlichung von „Tom and Jerry“, Hintergrund zum Songtitel und Mayers erste neue Solo-Musik seit fünf Jahren.

  • Billboard, 22. Oktober 2026 – neuer Vertrag mit Mercury Records, Start von Sob Rock Records und Ende der früheren Columbia-Partnerschaft.

  • Digital Music News, 22. Oktober 2026 – Partnerschaft zwischen Sob Rock Records und Mercury sowie Statements zur neuen Zusammenarbeit.

  • InterSpace Music, 22. Oktober 2026 – Mayers Arbeit an neuer Musik und Einordnung seiner Rückkehr zur Solokarriere.

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