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Nach 25 Jahren: Simple Plan bringen ihre Pop-Punk-Geschichte zurück auf die Bühne

Redaktionelle Bandillustration von Simple Plan mit vier Musikern in schwarzer Kleidung vor einer Punkrock-Bühne mit Schlagzeug, Roadcases und großem Bandlogo.

Simple Plan sind längst keine Kids mehr – ihre Songs funktionieren trotzdem noch genauso gut. Nach dem großen 25-jährigen Bandjubiläum im vergangenen Jahr setzt die kanadische Pop-Punk-Band ihre Erfolgsgeschichte mit der „Bigger Than You Think! Europe Tour 2026“ fort. Nach Konzerten in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin steht am 23. Oktober im Münchner Zenith die letzte Deutschlandshow an.

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Weiter mit Artikel 4. Beim Faktencheck gibt es eine wichtige zeitliche Korrektur: Das eigentliche 25-jährige Jubiläum feierten Simple Plan bereits 2025 – unter anderem mit der Dokumentation The Kids in the Crowd. Die aktuelle „Bigger Than You Think! Europe Tour 2026“ setzt diese Jubiläumsphase fort. Heute, am 20. Oktober, spielt die Band in Wien; am 23. Oktober folgt München als letzter Deutschlandtermin der Tour.

Nach 25 Jahren: Simple Plan bringen ihre Pop-Punk-Geschichte zurück auf die Bühne

Simple Plan sind längst keine Kids mehr – ihre Songs funktionieren trotzdem noch genauso gut. Nach dem großen 25-jährigen Bandjubiläum im vergangenen Jahr setzt die kanadische Pop-Punk-Band ihre Erfolgsgeschichte mit der „Bigger Than You Think! Europe Tour 2026“ fort. Nach Konzerten in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und Berlin steht am 23. Oktober im Münchner Zenith die letzte Deutschlandshow an.

25 Jahre Simple Plan – und noch kein bisschen leise

„I’m Just A Kid“ klingt inzwischen fast schon ein wenig ironisch. Simple Plan gehören seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den bekanntesten Namen des Pop-Punk – und gerade jene Songs, die Anfang der 2000er zahllose Teenager begleitet haben, werden heute teilweise von deren Kindern mitgesungen.

2025 blickte die Band offiziell auf ihre ersten 25 Jahre zurück. Dazu gehörten große internationale Tourneen, Auftritte mit Avril Lavigne und The Offspring und eine eigene Dokumentation über die Karriere.

Ein Jahr später ist der Rückblick allerdings längst nicht beendet. Mit der „Bigger Than You Think! Europe Tour 2026“ touren Pierre Bouvier, Chuck Comeau, Jeff Stinco und Sébastien Lefebvre derzeit durch Europa.

Und wenn eine Band nach einem Vierteljahrhundert noch immer Hallen füllt, ist der Tourtitel vielleicht gar nicht so übertrieben.

Der letzte Deutschlandtermin wartet in München

Die deutsche Etappe der Tour startete Anfang Oktober in Frankfurt. Anschließend führte sie Simple Plan nach Düsseldorf, Hamburg und Berlin.

Nun steht nur noch ein Termin aus: Am Freitag, 23. Oktober 2026, spielt die Band im Zenith in München.

Der Konzertbeginn ist für 19:30 Uhr angekündigt. Begleitet werden Simple Plan von Neck Deep und Charlotte Sands.

Die Kombination dürfte Pop-Punk-Fans ziemlich entgegenkommen. Neck Deep gehören selbst seit Jahren zu den bekanntesten Vertretern einer jüngeren Generation des Genres, während Charlotte Sands Pop, Alternative Rock und moderne Emo-Einflüsse miteinander verbindet.

Nach München geht es für Simple Plan direkt weiter: Bereits am folgenden Abend steht Mailand auf dem Tourplan. Anschließend folgen unter anderem Barcelona, Madrid, Zürich und Paris.

Alles begann mit „No Pads, No Helmets… Just Balls“

Für Simple Plan begann der internationale Durchbruch Anfang der 2000er.

2002 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum „No Pads, No Helmets… Just Balls“. Bereits der Titel machte deutlich, dass Simple Plan damals nicht unbedingt daran interessiert waren, besonders erwachsen oder zurückhaltend aufzutreten.

Das Album brachte gleich mehrere Songs hervor, die bis heute fest mit der Band verbunden sind: „I’d Do Anything“, „I’m Just A Kid“, „Addicted“ und „Perfect“.

Der Sound traf ziemlich genau den Zeitgeist. Eingängige Gitarren, große Refrains und Texte über Unsicherheit, Beziehungen, Eltern, Außenseitergefühle und das typische Chaos des Erwachsenwerdens machten Simple Plan zu einer der Bands, die den Pop-Punk-Boom der frühen 2000er entscheidend mitprägten.

„Welcome To My Life“ wurde zur Hymne einer Generation

Der Erfolg blieb nicht auf das Debüt beschränkt.

Mit dem zweiten Album „Still Not Getting Any…“ folgten 2004 Songs wie „Shut Up!“, „Untitled (How Could This Happen to Me?)“ und vor allem „Welcome To My Life“.

Gerade dieser Titel entwickelte sich zu einer Art Pop-Punk-Hymne für alle, die sich irgendwann unverstanden, ausgeschlossen oder schlicht vollkommen genervt vom Rest der Welt gefühlt haben.

Die großen Simple-Plan-Songs funktionierten deshalb häufig nach einem ähnlichen Prinzip: Die Texte waren direkt genug, um sofort verstanden zu werden, gleichzeitig aber offen genug, damit sich Millionen Jugendliche darin wiederfinden konnten.

Zwanzig Jahre später haben sich viele dieser Fans verändert. Die Songs offensichtlich weniger.

TikTok machte „I’m Just A Kid“ noch einmal riesig

Wie stark Simple Plan inzwischen mehrere Generationen erreicht, zeigte sich besonders eindrucksvoll mit „I’m Just A Kid“.

Der Song wurde fast zwei Jahrzehnte nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung noch einmal zu einem riesigen Social-Media-Phänomen. Beim sogenannten #ImJustAKid-Challenge stellten Nutzer alte Familienfotos nach und kombinierten die neuen Aufnahmen mit dem Song.

Auch Prominente machten mit.

Das Ergebnis waren nach Veranstalterangaben mehr als eine Milliarde Aufrufe rund um den Trend. Aus einem Pop-Punk-Song von 2002 wurde damit plötzlich ein Soundtrack für eine komplett neue Generation sozialer Medien.

Simple Plan gehören dadurch zu jener Gruppe von Bands, deren alte Songs nicht ausschließlich nostalgisch funktionieren. Sie werden tatsächlich immer wieder neu entdeckt.

Über zehn Millionen verkaufte Alben

Insgesamt haben Simple Plan weltweit mehr als zehn Millionen Alben verkauft.

Neben den frühen Hits kamen über die Jahre weitere bekannte Songs hinzu. „Summer Paradise“ mit Sean Paul brachte der Band 2011 einen ausgesprochen sommerlichen Pop-Hit, während „What’s New Scooby-Doo?“ längst eine eigene kleine Kultkarriere hingelegt hat.

Die Band spielte auf der Vans Warped Tour, beim When We Were Young Festival und auf zahlreichen weiteren großen Festivals.

2010 trat Simple Plan zudem im Umfeld der Olympischen Winterspiele in Vancouver auf. Später kam sogar eine Zusammenarbeit mit dem Montréal Symphony Orchestra hinzu.

Damit hat sich aus der vermeintlich typischen Teenager-Pop-Punk-Band längst eine Gruppe entwickelt, deren Karriere deutlich breiter ausfällt, als manche frühen Kritiker vermutlich erwartet hätten.

Eine Dokumentation erzählt die ersten 25 Jahre

Zum Jubiläum erschien 2025 mit „Simple Plan: The Kids in the Crowd“ eine eigene Dokumentation bei Prime Video.

Der rund 94-minütige Film blickt auf die ersten 25 Jahre der Band zurück. Dabei kommen nicht nur Pierre Bouvier, Chuck Comeau, Sébastien Lefebvre und Jeff Stinco zu Wort.

Auch bekannte Wegbegleiter aus der Rock- und Pop-Punk-Szene sind beteiligt. Dazu gehören unter anderem Avril Lavigne, Blink-182-Bassist Mark Hoppus, Papa-Roach-Sänger Jacoby Shaddix und Sugar-Ray-Frontmann Mark McGrath.

Die Dokumentation kombiniert Archivmaterial mit Aufnahmen der ausverkauften Welttournee von 2024 und erzählt damit nicht nur von Erfolgen.

Auch schwierige Phasen, Veränderungen innerhalb der Band und die ungewöhnlich enge Beziehung zu den Fans werden thematisiert.

Der Titel „The Kids in the Crowd“ passt dabei ziemlich gut zu einer Gruppe, deren Publikum gemeinsam mit ihr erwachsen geworden ist.

Die Besetzung hat sich erstaunlich wenig verändert

Gerade für eine Band mit einer derart langen Karriere ist bemerkenswert, wie konstant der Kern von Simple Plan geblieben ist.

Pierre Bouvier übernimmt Gesang, Chuck Comeau sitzt am Schlagzeug, Jeff Stinco spielt Leadgitarre und Sébastien Lefebvre Gitarre und Gesang.

Langjähriger Bassist David Desrosiers verließ die Band 2020. Seitdem tritt Simple Plan offiziell als Quartett auf und arbeitet live mit zusätzlichen Musikern.

Dass vier Mitglieder nach so vielen Jahren weiterhin gemeinsam auf Tour gehen, ist im Rockgeschäft alles andere als selbstverständlich.

Vielleicht erklärt genau das auch einen Teil der besonderen Chemie auf der Bühne. Simple Plan wirken bis heute weniger wie eine zusammengewürfelte Nostalgieproduktion und mehr wie eine Band, die tatsächlich immer noch gemeinsam Spaß an diesen Songs hat.

Der Soundtrack zum Erwachsenwerden funktioniert immer noch

Natürlich lebt die aktuelle Tour auch von Nostalgie.

Wenn die ersten Akkorde von „Welcome To My Life“, „Perfect“ oder „I’m Just A Kid“ erklingen, dürfte ein erheblicher Teil des Publikums innerhalb weniger Sekunden wieder irgendwo zwischen Schulhof, Discman und dem ersten eigenen MP3-Player landen.

Aber Simple Plan haben einen Vorteil gegenüber vielen Bands ihrer Generation: Die Songs funktionieren auch dann, wenn man diesen ursprünglichen Kontext überhaupt nicht erlebt hat.

Unsicherheit, Herzschmerz, das Gefühl nicht dazuzugehören und der Wunsch, einfach mal alles rauszuschreien, sind schließlich nicht exklusiv für das Jahr 2002 reserviert.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum eine Band, die ständig darüber gesungen hat, wie schwierig Erwachsenwerden ist, 25 Jahre später noch immer neue junge Fans findet.

Neck Deep übernehmen die nächste Pop-Punk-Generation

Die Auswahl des Supports macht diesen Generationenwechsel besonders sichtbar.

Neck Deep gründeten sich erst rund ein Jahrzehnt nach dem Durchbruch von Simple Plan und gehören inzwischen selbst zu den bekanntesten modernen Pop-Punk-Bands.

Damit stehen an einem Abend zwei Generationen desselben Genres auf der Bühne.

Charlotte Sands erweitert das Paket zusätzlich um einen moderneren Alternative-Pop- und Rock-Sound.

Die Tour wird dadurch nicht bloß zum nostalgischen Treffen für Menschen, die Anfang der 2000er ihre ersten Bandshirts gekauft haben. Sie verbindet unterschiedliche Phasen eines Genres, das erstaunlich hartnäckig sämtliche Behauptungen über sein angebliches Ende überlebt hat.

2027 geht es bereits weiter

Auch nach Abschluss der aktuellen Europatour verschwinden Simple Plan nicht von den Bühnen.

Für 2027 sind bereits weitere Auftritte bestätigt. In Deutschland stehen unter anderem Rock am Ring und Rock im Park im Juni auf dem Kalender.

Außerdem ist die Band beim Southside Festival angekündigt.

Damit dürfte 2026 keineswegs der letzte Besuch der Kanadier hierzulande gewesen sein.

Für die aktuelle Hallentour bleibt allerdings nur noch eine Gelegenheit in Deutschland: München am 23. Oktober.

Aus „I’m Just A Kid“ wird langsam „I’m Still Here“

Simple Plan haben einen merkwürdigen Vorteil: Ein großer Teil ihrer Karriere basiert auf Songs über das Gefühl, noch nicht wirklich erwachsen zu sein.

25 Jahre später stehen dieselben Musiker auf der Bühne, spielen dieselben Refrains – und vor ihnen stehen Menschen, die inzwischen Jobs, Kinder und vermutlich deutlich mehr Rückenschmerzen haben als beim ersten Simple-Plan-Konzert.

Trotzdem funktioniert es.

Denn wenn bei „I’m Just A Kid“ oder „Welcome To My Life“ ein ganzer Saal mitsingt, ist für ein paar Minuten ziemlich egal, wie viele Jahre seit dem ersten Album vergangen sind.

Simple Plan feiern damit nicht mehr nur ein Jubiläum. Sie zeigen gerade ziemlich eindrucksvoll, dass aus dem Soundtrack einer Jugend längst eine Bandgeschichte geworden ist, die mehrere Generationen miteinander verbindet.

Quellen

  • Live Nation Deutschland: Aktuelle „Bigger Than You Think! Europe Tour 2026“, Deutschlandtermine in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München sowie Neck Deep und Charlotte Sands als Support. www.livenation.de
  • Ticketmaster Deutschland, Stand 20. Oktober 2026: München am 23. Oktober 2026 im Zenith, Beginn um 19:30 Uhr, Line-up mit Simple Plan, Neck Deep und Charlotte Sands sowie weitere aktuelle Europatermine. Ticketmaster
  • Prime Video – „Simple Plan: The Kids in the Crowd“: 2025 erschienene 94-minütige Dokumentation über die ersten 25 Jahre der Band mit Archivmaterial, Material der Welttournee 2024 sowie Pierre Bouvier, Chuck Comeau, Sébastien Lefebvre, Jeff Stinco und zahlreichen Gästen. Prime Video
  • UFO im Velodrom / Trinity Music: Informationen zum 25-jährigen Jubiläum 2025, zur anschließenden „Bigger Than You Think!“-Tour, zu mehr als zehn Millionen verkauften Alben und den bekanntesten Songs der Band. ufo-neu.velodrom.de
  • AEG Presents France: Karriereüberblick, weltweite Albumverkäufe, Simple Plan Foundation, Jubiläumsaktivitäten und Einordnung der „Bigger Than You Think!“-Tour. AEG Presents France


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