Geralt von Riva sattelt Plötze noch einmal: The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered erscheint heute für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2. Gleichzeitig feiert das Rollenspiel seine Premiere auf Battle.net.
Dabei handelt es sich nicht einfach um eine höhere Auflösung oder ein kleines Grafikupdate. CD PROJEKT RED hat zahlreiche Bereiche des mittlerweile mehr als elf Jahre alten Rollenspiels überarbeitet – vom Rendering über das Kampfsystem bis hin zur Charakterentwicklung.
Kostenloses Upgrade für bestehende Spieler
Die wohl erfreulichste Nachricht betrifft alle, die The Witcher 3 bereits besitzen.
Wer das Spiel auf GOG, Steam, Epic Games Store, PlayStation 5 oder Xbox Series X|S besitzt, kann innerhalb desselben Plattform-Systems kostenlos auf die Remastered-Version wechseln. Besitzer der bisherigen Nintendo-Switch-Version können das Upgrade auf der Switch 2 ebenfalls beanspruchen.
Auch die beiden großen Erweiterungen Hearts of Stone und Blood and Wine gehören zur neuen Version.
Damit enthält das Remaster praktisch Geralts komplette Witcher-3-Geschichte.
Deutlich modernere Grafik
Optisch wurde an vielen Stellen nachgebessert.
CD PROJEKT RED hat unter anderem Umgebungs-, NPC- und Monstertexturen überarbeitet, Beleuchtung und Schatten verbessert sowie neue Rendering-Techniken integriert.
Hinzu kommen verbesserte Vegetation, realistischere Hautdarstellung, neue Reflexionen und überarbeitete visuelle Effekte für Geralts Hexerzeichen.
Besonders umfangreich fallen die Verbesserungen auf dem PC aus. Dort unterstützt das Remaster moderne Upscaling- und Raytracing-Technologien sowie auf leistungsfähiger Hardware auch Path Tracing.
Geralt bewegt sich flüssiger
Nicht nur die Welt selbst wurde überarbeitet.
Auch Geralts Bewegungen und Kämpfe sollen sich moderner anfühlen. Animationen beim Klettern, Springen und Annähern an Gegner wurden angepasst. Zusätzlich gibt es neue Finisher und überarbeitete Kampfanimationen.
Auch zahlreiche Monster verhalten sich anders als bisher. Angriffsmuster, Bewegungen, Konter und Reaktionen wurden überarbeitet.
Damit soll sich das Kampfsystem deutlich moderner anfühlen als in der ursprünglichen Version aus dem Jahr 2015.
Fähigkeitenbaum komplett überarbeitet
Besonders interessant für langjährige Spieler dürfte die neue Charakterentwicklung werden.
Das Fähigkeitensystem wurde neu strukturiert und ausbalanciert. Fähigkeiten befinden sich nun stärker in aufeinander aufbauenden Pfaden und besitzen mehrere Entwicklungsstufen.
Wer einen bestehenden Spielstand übernimmt, sollte sich deshalb nicht wundern: Die bereits investierten Fähigkeitspunkte werden aufgrund der Änderungen zurückgesetzt und können anschließend neu verteilt werden.
Damit lässt sich Geralt direkt zum Start des Remasters neu spezialisieren.
Endlich Transmog für Geralts Ausrüstung
Eine Funktion dürften sich viele Fans schon seit Jahren gewünscht haben.
Mit der Remastered-Version führt CD PROJEKT RED ein Transmog-System ein.
Damit kann das Aussehen einer Rüstung verändert werden, ohne deren eigentliche Werte zu verlieren. Wer also die stärkste Ausrüstung tragen möchte, aber lieber den Look eines anderen Hexer-Sets bevorzugt, kann beides miteinander kombinieren.
Meditation wird immersiver
Auch kleinere Systeme wurden modernisiert.
Beim Meditieren sieht man künftig nicht mehr ausschließlich einen Menübildschirm. Stattdessen läuft eine Zeitraffersequenz direkt in der Spielwelt ab.
Auch die Karte wurde verbessert. Nicht aktive Quests lassen sich leichter erkennen und auswählen. Das Beutesystem wurde übersichtlicher gestaltet, und zuletzt eingesammelte Gegenstände können einfacher nachvollzogen werden.
Der Fotomodus wird deutlich umfangreicher
Fotofans bekommen ebenfalls deutlich mehr Möglichkeiten.
Im neuen Fotomodus können Charaktere in Szenen platziert, Posen und Gesichtsausdrücke verändert, künstliche Lichtquellen hinzugefügt sowie Wetter und Tageszeit angepasst werden.
Auch Objekte lassen sich platzieren.
Zusätzlich kann die Kamera fixiert und das Seitenverhältnis angepasst werden. Sogar eine Perspektive aus Geralts Sicht ist möglich.
Damit entwickelt sich der Fotomodus beinahe zu einem eigenen kleinen Kreativwerkzeug.
Mods jetzt auch auf mehreren Plattformen
Ein weiterer großer Schritt betrifft die Modding-Community.
The Witcher 3 Remastered erhält eine integrierte Mod-Unterstützung über mod.io. Spieler können unterstützte Mods direkt innerhalb des Spiels suchen und installieren.
Damit sollen Mods nicht länger fast ausschließlich ein PC-Thema bleiben.
Auch REDkit wurde weiterentwickelt, damit die Community zusätzliche Inhalte leichter erstellen kann.
Mehr Barrierefreiheit
CD PROJEKT RED erweitert außerdem die Zugänglichkeitsoptionen.
Dazu gehören Einstellungen, mit denen bestimmte Gameplay-Systeme entschärft oder vereinfacht werden können. Beispielsweise können Ausrüstungshaltbarkeit, Inventargewicht oder andere Komfortfunktionen angepasst werden.
Auch die Hexersinne lassen sich künftig einfacher bedienen.
Damit möchte der Entwickler das Spiel für mehr unterschiedliche Spielertypen zugänglich machen.
Nintendo Switch 2 bekommt eine eigene Version
Zum ersten Mal erscheint The Witcher 3 heute außerdem nativ für Nintendo Switch 2.
Die neue Version profitiert nicht nur von stärkerer Hardware, sondern unterstützt auch verschiedene Funktionen der neuen Konsole.
Dazu gehören unter anderem Touchscreen-Bedienung, Bewegungssteuerung und verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung der Joy-Con-2-Controller.
Gerade für Spieler, die Geralt unterwegs begleiten möchten, dürfte die Switch-2-Version deshalb besonders interessant sein.
Eines der erfolgreichsten Rollenspiele überhaupt
Dass CD PROJEKT RED so viel Aufwand in ein Spiel aus dem Jahr 2015 steckt, hat einen ziemlich guten Grund.
The Witcher 3: Wild Hunt wurde weltweit mehr als 65 Millionen Mal verkauft. Die komplette Witcher-Spielereihe liegt inzwischen bei mehr als 90 Millionen verkauften Exemplaren.
Das Spiel gewann nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung zahlreiche Game-of-the-Year-Auszeichnungen und gilt bis heute als eines der erfolgreichsten westlichen Rollenspiele seiner Generation.
Im Mittelpunkt steht Geralts Suche nach seiner Adoptivtochter Ciri, während gleichzeitig die Wilde Jagd versucht, sie zu finden.
Und Geralts Geschichte geht weiter
Das Remaster ist außerdem nicht das letzte neue Kapitel für The Witcher 3.
Für 2027 hat CD PROJEKT RED mit „Songs of the Past“ eine neue Erweiterung angekündigt. Sie soll Geralt in eine neue Region führen und zusätzliche Story-Inhalte liefern.
Parallel arbeitet das Studio natürlich längst an The Witcher 4, das eine neue Ära der Rollenspielreihe einläuten soll.
Heute beginnt Geralts nächster Ritt
The Witcher 3 Remastered ist damit eine ungewöhnliche Veröffentlichung.
Es ist kein vollständiges Remake und auch kein komplett neues Spiel. Stattdessen modernisiert CD PROJEKT RED eines seiner erfolgreichsten Werke umfassend und ergänzt zahlreiche Funktionen, die Spieler sich teilweise seit Jahren wünschen.
Wer bereits eine unterstützte Version besitzt, kann sich heute ohne zusätzliche Kosten selbst ein Bild davon machen.
Und spätestens mit weiteren Inhalten wird aus der Rückkehr nach Velen, Novigrad und Skellige vielleicht mehr als nur ein nostalgischer Abstecher.
The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered erscheint heute, am 29. September 2026, für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2.
Quellen
- The Witcher / CD PROJEKT RED: „Ankündigung von The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered“
- The Witcher / CD PROJEKT RED: Übersicht der Neuerungen von „The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered“
- The Witcher / CD PROJEKT RED: Offizielle Produktinformationen zu „The Witcher 3: Wild Hunt“
- CD PROJEKT: Unternehmensbericht zum ersten Halbjahr 2026 und aktuelle Verkaufszahlen
- CD PROJEKT RED Press Center: Ankündigung und Informationen zur neuen Erweiterung „Songs of the Past“