Im Zuge des Abschiedskonzerts „Back To The Beginning“ kursierten immer wieder Gerüchte über ein mögliches letztes Studioalbum der Heavy-Metal-Pioniere Black Sabbath. Obwohl bereits im Jahr 2015 offiziell verkündet worden war, dass nach dem Ende der aktiven Tournee kein weiteres Bandalbum mehr folgen würde, keimte bei den Beteiligten später der Wunsch nach einer finalen Studioarbeit auf. Vor allem Frontmann Ozzy Osbourne und sein Produzent Andrew Watt hegten den Plan, das Kapitel Black Sabbath noch einmal im Tonstudio aufzuschlagen.
Der Ursprung der neuen Pläne nach Ozzys Soloalben
Der konkrete Wunsch nach einem gemeinsamen Comeback im Studio entstand in der Zusammenarbeit zwischen Ozzy Osbourne und Andrew Watt. Die beiden hatten zuvor erfolgreich an Ozzys Soloalben „Ordinary Man“ aus dem Jahr 2020 sowie „Patient Number 9“ aus dem Jahr 2022 gearbeitet. Die kreative Arbeit im Studio verlief derart produktiv, dass der Sänger den Wunsch äußerte, ein weiteres, finales Album unter dem Banner von Black Sabbath aufzunehmen.
Produzent Andrew Watt übernahm in der Folge die Rolle des Vermittlers und nahm Kontakt zu den verbliebenen Originalmitgliedern auf, um die organisatorischen und künstlerischen Voraussetzungen für dieses ambitionierte Vorhaben auszuloten.
Die Bedingungen der Bandmitglieder
Die Pläne für das neue Album stießen bei den Musikern grundsätzlich auf offene Ohren. Wie Andrew Watt in einem ausführlichen Interview mit Scott Lipps schilderte, erklärten sich Tony Iommi, Geezer Butler und Ozzy Osbourne bereit, an dem Projekt teilzunehmen. Damit schien die musikalische Kernbesetzung der Band bereit für eine Rückkehr ins Studio zu sein.
Allerdings war diese Zusage an eine unumstößliche Bedingung geknüpft: Die Teilnahme der drei Musiker galt nur dann, wenn auch der ursprüngliche Schlagzeuger Bill Ward wieder mit an Bord sein würde. Ohne Ward, der bereits bei den vorherigen Reunion-Projekten der Band gefehlt hatte, kam für die Beteiligten eine Wiedervereinigung unter dem Namen Black Sabbath nicht infrage.
Das entscheidende Telefonat mit Bill Ward
Um Bill Ward von einer Mitwirkung zu überzeugen, suchte Andrew Watt das direkte Gespräch mit dem Schlagzeuger. Der Produzent führte nach eigenen Angaben ein rund 40-minütiges Telefongespräch mit Ward, welches er im Rückblick als „komisch und lustig“ beschrieb. Trotz des intensiven Austauschs ließ sich der Schlagzeuger jedoch nicht von einer Rückkehr ins Studio überzeugen.
Bill Ward entschied sich letztlich aus verschiedenen Gründen gegen eine Teilnahme an dem Projekt. Seine Entscheidung teilte er den Beteiligten schließlich in einer langen E-Mail mit, womit die Bemühungen um ein neues Studioalbum ein endgültiges Ende fanden.
Das endgültige Aus für das Projekt
Da die Zusage von Tony Iommi, Geezer Butler und Ozzy Osbourne fest an die Besetzung am Schlagzeug geknüpft war, bedeutete die Absage von Bill Ward das sofortige Aus für das Vorhaben. Das geplante Album blieb somit ein unerfüllter Wunsch im Raum stehen. Obwohl Ozzy Osbourne und Andrew Watt bereit gewesen wären, das Projekt voranzutreiben, war ein neues Black Sabbath-Album ohne die Mitwirkung von Bill Ward nicht realisierbar.